STADTRADELN-Star Blog: Herzogenaurach


Fitness und STADTRADELN

Image Ecrit le 20.10.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 1 Minuten
  • Wahrheit: +++
  • Wunschdenken ---
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  • liebe STADTRADELN Blog Leser,
    zugegeben die Fitness beim STADTRADLEN steht manchmal nur bedingt im Vordergund. Gestartet in Höchstform musste ich meinen gefahrenen KM-Umfang dann doch irgendwann Tribut zollen. Nach ca. der Hälfte der 21 Tage war die Form völlig plattgefahren, der GA1 Puls Bereich das Maximum des Erreichbaren und meine Motivation phasenweise in dem Grenzbereich angekommen, bei dem das Anhalten und Absteigen näher liegt als man es noch vor ein paar Tagen gedacht hätte. Aber Dank 1. Bürgermeister Dr. German Hacker und Umweltreferentin Frau Monika Preinl gab's dann doch keine Chance für Faulenzia und es wurden noch ein paar Stunden auf dem Radl "herumgeschruppt".

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    Fahrten am Abend

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 1 Minuten
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  • liebe STADTRADELN Blog Leser,
    abgerundet wird dann so ein typischer STADTRAELN Tag am liebsten mit einer kleinen Feierabendrunde auf der ich gerne auch mal für einen Foto-Stop anhalte um einen wunderschönen Moment einzufangen. Schon während bei der Aufnahme freue ich mich darauf diese Highlights immer mal wieder anzusehen.

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    Fahrten am Nachmittag

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 1 Minuten
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  • liebe STADTRADELN Blog Leser,
    auch in dieser STADTRADELN Saison gab es sie die langen Nachmittage und die sonnigen Momente. Die grauen und tristen Tage braucht man ja nicht auf dem Foto festzuhalten und so kommen in dieser STADTRADELN Saison nicht für jeden Tag Bilder und Blogbeiträge.

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    Fahrten am Morgen

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 1 Minuten
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  • liebe STADTRADELN Blog Leser,
    Fahrten am Morgen verteiben Kummer und Sorgen und das insbeondere dann, wenn man dabei so einen wunderschönen Sonnenaufgang erfahren darf.
    Diese Sonnenaufgänge sind übrigens zu allen Jahreszeiten schön anzusehen. Nur im Sommer für die Frühaufsteher vorbehalten, so kommen jetzt wieder alle in den Genuß.

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    Fahrten ins Büro

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 1 Minuten
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  • liebe STADTRADELN Blog Leser,
    nachdem die Tour de Wolfsberg erfolgreich zu Ende gegangen war, galt es ein neues Ziel anzusteuern und getreu dem Motto der Weg ins Büro kann auch mal etwas länger dauern, kann wohl meine Streckenauswahl für diesen Tag, dem 8. Oktobet interpretiert werden, was besonders dann zutrifft, wenn alle Rahmenbedinungen zusammenpassen. Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber zur 5. Jahreszeit, dem STADTRADELN gelten für den STADTRADELN Star ja auch besondere Gesetze:
  • er darf weder mit dem Auto fahren
  • geschweige denn von innen ansehen

  • und so nimmt er das STADTRADELN absolut und kommt trotz des vernachlässigbar kleinen Umwegs meist dennoch schneller ins Büro als der Nachbar, der mal wieder mit dem Auto gefahren ist und den er vom Radweg aus grüßen kann.

    Mein Fazit
  • natürlich geht es mit dem Auto bequemer ins Büro, aber mit dem Rad macht's einfach mehr Spaß und man tut etwas für das Klima und die eigene Fitness.
  • Nachahmung empfohlen - es darf auch ein direkter Weg genommen werden.
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    Rückfahrt von Wolfsberg Etappe 6: Bad Füssing - Pfarrkirchen

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 2 Minuten
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  • hallo allerseits,
    der Wetterbericht und die Gedanken an die Radeltour nach Schwimmbad Füssingen des Vortags waren ein ungünstiges Vorzeichen für unsere heutige Etappe und der Gedanke, dass es unser "last dance" auf der Tour de Wolfsberg werden könnte, hätten wir zum Start der heutigen Etappe am liebsten verdrängt. Zu groß waren unsere Ambitionen die Strecke für Hin- und Rückfahrt in kompletto mit dem Fahrrad zurückzulegen und so dem diesjährigen STADRADELN die besondere Note zu erteilen.
    Übernachtet hatten wir auf dem Max 1 Spa Campingplatz bei Bad Füssing in einem wunderschönen Appartment. Dem nahe gelegene Naturbadesee wollten wir keinen Besuch mehr abstatten. Für diese kühle Erfrischung hatten wir ja schon am Vortag auf dem Fahrrad ausgiebig Gelegenheit gefunden.
    https://g.page/campingmax?share
    Bei einem reichhaltigen Frühstück genossen wir ein letztes mal den tollen Service und verabschiedeten uns vom freundlichen Personal, um Kurs in Richtung Regensburg aufzunehmen. Zum Start grüßten wieder die gleichen unangenehmen Rahmenbedingungen des Vortage mit nassen Straßen, Temperaturen um 5° und einem kräftig wehenden Gegenwind. Es dauerte noch ganze 5 Minuten bis es auch heute kein Halten mehr für die Regentropfen gab. Ich fühlte mich wie Phil Connors, dem TV-Wetteransager aus Pittsburgh, der in dem Film Und täglich grüßt das Murmeltier immer wieder denselben Tag durchlebt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Und_t%C3%A4glich_gr%C3%BC%C3%9Ft_das_Murmeltier
    Back on the road zweifle ich schon an meinem Verstand, wie es denn nur sein kann, dass diese Rahmenbedingungen eine derart sich gleichende Situation ergeben können. Wie kann es denn nur sein, dass der Wind immer nur von vorne Weht? Warum reihen sich Hügel an Hügel und wo bitte bleibt der Streifen am Horziont oder das Licht am Ende des Tunnels? Ohne das lohnende Ziel vor Augen scheitert der Versuch mein Wissen über die kommenden Ereignisse für mich zu nutzen und mich damit zu motivieren. Dieser Schuß geht gründlich daneben, denn ich erahne genau welche Strapazen anstehen. Zudem sind die Hand- und Überschuhe nicht wasserfest, denn auf so viel Regen hatte ich mich zum Start der Tour nicht vorbereitet und nach dem langen und trockenen Sommer war es mir einfach nicht in den Sinn gekommen eine absolut wetterfeste Ausrüstung über Berg und Tal zu schleppen. Bei jeder Pedalumdrehung spühre ich inzwischen wie die Regenhose an meinen Beinen zieht und die klammen Finger können kaum noch die Bremsgriffe und die Schalthebel betätigen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir Pfarrkirchen und suchen eine Bahnhofgaststätte auf, um bei einem warmen Tee zu entscheiden, dass es für heute einfach genug war. Wir steigen in den nächsten Zug und genießen die vorbeiziehende Landschaft auf der Fahrt in den Heimatbahnhof. Der Rest der Tour de Wolfsberg ist schnell erzählt. Monika verabschiede ich auf dem letzten Abschnitt der Strecke vom Bahnhof nach Hause und als ich endlich wieder in Herzogenaurach angekommen bin, stelle ich mein Rad erstmal in die Ecke und freue mich meine Haustür hinter mir zu schließen. Somit findet die wunderschöne und erlebnisreiche Tour de Wolfsberg ihr Ende - an eine Wiederholung im nächsten Jahr verschwende ich für den Augenblick keinen Gedanke und bin froh erstmal alles hinter mir zu lassen.

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    Rückfahrt von Wolfsberg Etappe 5: Windischgarsten - SchwimmBad Füssing

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 3 Minuten
  • Wahrheit: +++
  • Wunschdenken ---
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  • 3D video story mit Relive - erlebe die Strecke virtuell
    https://www.relive.cc/view/vevYD8jz7Jq

    Ahoi,
  • Badehose
  • Schwimmflosse
  • Taucherbrille
  • Seepferdchen
  • Neopren
  • Schwimmhäute
  • Sauerstoff
  • Klabautermänner
  • Regenbogen
  • all das sind Begrifflichkeiten, die ich bisher nicht mit dem STADTRADELN in Verbindung gebracht habe und auch noch am Start der Etappe hätte ich nicht im Traum daran gedacht. Ich war froh, dass trotz der ungemütlichen Wettervorhersage mit kühlen Temperaturen, Windböhen und viel Regen, zu anfangs nur die Straßen naß waren und die Wolken noch gerade irgendwie die schweren Regentropfen halten konnten. Auf den ersten Kilometern fuhren wir entlang der Pyhrnstrasse bis Kirchdorf an der Krems. Das ist eine Stadtgemeinde im oberösterreichischen Traunviertel und Bezirkshauptstadt des Bezirks Kirchdorf, die geografisch gesehen genau am Übergang zwischen dem Flachland und den Bergen liegt. Dass dieser Übergang noch eine andere klimatische Bedeutung als Schlechtwettergrenze haben könnte, wurde uns dann erst bewusst als wir durch Kirchdorf durchgefahren waren und zu unserer Überraschung der Quäldich-Faktor wieder steil nach oben schoß:
  • Gegenwind mit teilweise heftigen Windböhen
  • wiederkehrende Regenschauer
  • ein ständiges hügeliges auf und ab und das ohne richtige Berge
  • starker Verkehr auf kurvigen Straßen
  • all das war von nun an unser ständiger Begleiter auf der Weiterfahrt Richtung Wels und sorgten dafür, dass unsere Durchschnittsgeschwindigkeit sich bedrohlich weit absenkte. Den Blick auf das Höhenprofil der heutigen Etappe hätte ich mir zudem ruhig etwas genauer ansehen können, letztlich ging es auch nach Kirchdorf an der Grems ständig auf und ab und so hätte ich vielleicht schon vorher gewusst was da heute alles auf uns zukommen sollte. Im Laufe dieser Etappe wurde unsere Ausdauer und Zähigkeit auf ein wahre Probe gestellt und nicht nur einmal stellte sich mir die Frage wo die Grenze zwischen der Begeisterung für das STADTRADELN und dem morbiden Appetit auf das Sammeln von Kilometern bei all diesen Strapazen liegt, nur dem Gefühl nachzugeben alles für die Bestärkung unserer Städtepartnerschaft zu geben, als ob es hier und heut gelte die Absurdität des STADTRADELNS zu beweisen und auf der Landstraße mittels Zweirädern, die nur von Muskelkraft betrieben werden dürfen, von einer Stadt zur anderen zu radeln.
    Als wir am späten Nachmittag in der Bezirkshauptstadt Ried im Innkreis nach einer gefühlten Ewigkeit angekommen sind, lagen wir weit hinter unserer Marschtabelle. In der Cafe- Konditorei Thomas Prenninger versuchten wir unsere geschundenen Körper wieder zu regenerieren, was aufgrund der äußeren Umstände sich alsbald nur als frommer Wunsch entpuppen sollte.
    https://goo.gl/maps/sdmmyTNpFrRTh5F98
    Ein Blick auf das aktuelle Wetterradar ließ nichts gutes erahnen und die Befürchtung durchzuckte mich dass es jetzt sehr bald noch ungemühtlicher und vor allem nässer werden würde. Mir wurde klar, dass wir unser heutiges Ziel Pfarrkirchen in den Wind schreiben mussten. Als wir Ried am Innkreis verlassen, erscheint mir die Stadt im Regen fast unterzugehen und man kann seit Tagen keine trockenen Straßen mehr vorfinden. Aus allen Rinnen tropft der Regen und kleine Bäche haben sich in reißende Fluten verwandelt auf denen kein Kanute mehr eine Wildwasserfahrt unternehmen möchte, weil ihm sein Leben wichtiger ist als der Kick auf einer Welle zu reiten. Auf den letzten 20 Kilomteren unserer Etappe in Richtung bayerisch - österreichischer Grenze bricht nun auch noch um uns herum die Dunkelheit herein.
    Der ständige Begleiter unserer heutigen Etappe ist der immer gleichermassen stark wehende Wind von Vorne. Einer irischen Sage nach befindet sich am Ende eines Regenbogens ein Schatz. Dieser Topf mit Gold würde dem Menschen von einem kleinen, grün gekleideten Männchen mit roten Haaren und Hut übergeben, der es schafft das Geheimnis jenes Ortes zu entlocken, an dem sich genau dieser Schatz befindet.
    https://cardamonchai.com/2018/02/das-ende-des-regenbogens/
    Mir kommt alsbald in den Sinn wenn man diese Belohnung auch auf den Gegenwind übertragen könnte, an dessen Quelle seines Ursprungs auch eine Belohnung für all diese Quälerei und Schinderei auf uns warten würde, dann hätten wir doch eigentlich im Laufe unseres langen Tages auf dieser scheinbar nie enden wollenden Fahrt diesen Schatz längst gefunden. Es kommt aber wie es kommen musste und meine Gedankenspielerei bleibt leider nur meiner eigenen Vorstellung vorbehalten. Dennoch wartet auf uns eine Art Belohnung oder zumindest könnte es sich ebenso anfühlen, als wir unser Ziel des heutigen Tages in Bad Füssing erreichen. Als ich nach einem wohlschmeckenden Abendessen und einer warmen Duschen endlich im Bett liege, verstehe ich endlich den ganzen Zusammenhang des Namens unseres Zielortes, einen treffenderen Namensvorschlag hätte ich aber dennoch zum Besten zu geben: Schwimmbad Füssingen.

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    Rückfahrt von Wolfsberg Etappe 4: Wolfsberg - Windischsgarsten

    Image Ecrit le 14.10.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 4 Minuten
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  • 3D video story mit Relive - erlebe die Strecke virtuell
    https://www.relive.cc/view/vXOnMXzo3Bv

    Auffi geht's, lasst uns aussi fahrn,
    so oder ähnlich hätten vermutlich unsere österreichischen Freunde das Startsignal zum Auftakt zur Rückfahrt ausgegeben und getreu dem Motto alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei...war für uns auch schon am nächsten Morgen die Zeit in Wolfsberg leider schon wieder vorbei und da ich ja das STADTRADELN beim Wort genommen hatten, blieb nur das Fahrrad als Alternative für die Rückfahrt von unserer Partnerstadt nach Herzogenaurach übrig!
    Für den STADTRADELN Star war die Übernachtung im serviceorientierte und familiengeführten Stadthotel Hechler ein echtes Highlight und das lag nicht nur an den großzügig geschnittenen Zimmern mit der gehobenen Ausstattung. Die frischgebackenen Semmerl aus der eigenen Backstube im Haus sorgten schon für einen „Guten Morgen“ am Frühstücksbuffet welches für das ohnehin reichhaltige Frühstück kaum noch Wünsche offen ließ. Die drigend benötigte Grundversorgung an Kohlehydraten für die bevorstehende Gewalttour war somit mehr als übertroffen.
    https://goo.gl/maps/jbsfZFvgxefnDLST7

    Als wir den Obdacher Sattel diesmal vom wunderschönen Lavanttal aus kommend wieder erreicht hatte, sollte das Wetter an diesem Tag, dem 24.09.2020 auch wieder mitspielen und die Sonne lachte wieder, zudem gesellte sich auf der Rückfahrt wieder eine kräftig schiebende Brise von hinten dazu. Man glaubt es ja kaum, aber mit Rückenwind oder im Windschatten spart sich der Radler nicht nur mehr als 30% der Tretkraft, nein er kommt dabei auch gefühlt spielend voran und kann seine Durchschnittsgeschwindigkeit auf ein neues Level heben.
    Zusätzlich spielte uns in die Karten, dass wir die heutige Route von einem erfahrenen Radler aus Wolfsberg zusammengestellt bekommen hatten. Dessen Ortskenntnissen halfen den Streckenverlauf so zu optimieren, so dass ein Maximum an Reichweite mit einem hohen Maß an Sicherheit aufgrund der deutlich niedrigeren Verkehrsdichte kombiniert werden konnte.
    Das Finale der heutigen Etappe führte von Liezen aus über den Pyhrnpass. Dieser verbindet Spital am Pyhrn mit Liezen und damit Oberösterreich und die Steiermark. Die Passhöhe trennt das westlich gelegene Tote Gebirge mit dem Warscheneck (2388 m) von den Ennstaler Alpen mit dem Bosruck (1993 m) im Osten.
    Bekannt ist der Passname in jüngerer Vergangenheit wohl eher durch den Ausbau der Pyhrnautobahn (A9), die wenig östlich des Passes unter dem Bosruck durchführt, bzw. vor diesem Bau durch die Staus auf der Pyhrnpass-Bundesstraße (B138) besonders in Kirchdorf an der Krems.
    In der Abfahrt kamen wir bei der Talstation der Wurzeralmstandseilbahn vorbei, die sowohl Wanderer als auch Skifahrer in das schöne Gebiet unterhalb von Warscheneck und Roter Wand bringt.
    https://www.quaeldich.de/paesse/pyhrnpass/

    Da wir das Quartier schon von unterwegs aus reserviert hatten, konnten wir rechtzeitig mit der Regeneration anfangen und dabei das wunderschöne Abendpanorama genießen.
    Weitere Infos zum Hotel Rössel in Windischgarsten findet Ihr hier
    https://goo.gl/maps/KfHLmH26U392XrbA6

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    Tour de Wolfsberg - Etappe 3: Zielankunft und Empfang

    Image Ecrit le 11.10.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 4 Minuten
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  • 3D video story mit Relive - erlebe die Strecke virtuell
    https://www.relive.cc/view/v4OGjAjVX5v

    Grias Di, (das ist österreichisch und auf deutsch übersetzt: Guten Tag, auf bayerisch: Grüß Gott)
    am dritten Tage unserer Bayern, Steiermark und Kärnten Rundfahrt sind wir von Bad Aussee zur finalen Etappe nach Wolfsberg angetreten. Schon bald nach dem Start wurde uns klar, dass wir heute nicht trocken bleiben würden, denn die ersten Regenschauer waren angekündigt und die Temperatur war auch schon merklich abgekühlt. Unsere Fahrt führte zu anfangs quer durch die Steiermark vorbei an der Skiflugschanze von Bad Mitterndorf und weiter bis zu unserem ersten Halt in Gerti's Bäckerei und Cafe in Trieben. Bei einem "Verlängerten" und einer kleinen Stärkung kamen wir mit der Cafe Besitzerin in ein lockeres Gespräch und wurden gefragt wo wir denn her kämen. Ich war mir sicher dass auf die Antwort "aus Herzogenaurach" wie üblich die Erklärung folgen würde "bei Nürnberg", aber weit gefehlt. Sowohl Gerti als auch einem Ihrer Gäste ist Herzogenaurach ein fester Begriff und sie erzählten zu meiner größten Überraschung von einer freundschaftlichen Verbindung St. Lorenzen, des Nachbarortes von Trieben und dem 1. FC Herzogenaurach. Den Worten von Gerti habe ich entnommen, dass diese Freundschaft früher wohl aktiver als heute gepflegt wurde. Ihre Augen leuchteten als wir von unserem Vorhaben erzählten die Städtepartnerschaft von Herzogenaurach mit Wolfsberg als Anlaß für unsere Rad Tour de Wolfsberg zu nehmen und dass es uns so viel Mühen und Quälerei Wert war. In unserem Gespräch fielen mehrfach die Begriffe Sommerkirchweih und 2 - 3 mal im Jahr sind wir aussi gfahrn -> für Eure Erklärung: mit aussi fahrn meinten sie sich auf den langen und früher beschwerlichen Weg von St. Lorenzen aus nach Herzogenaurach aufzumachen. Diese Gelegenheit habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen und gleich ein Foto mit Gerti aufgenommen. Bei meiner nächsten Tour de Wolsberg ist Gerti's Cafe definitiv wieder einen Stop wert!
    https://goo.gl/maps/9k3xyyuxWzwM5dw8A

    Unser Weg führte uns nun weiter über die Triebener Tauern, das ist ein Pass über die Niederen Tauern in der Steiermark. Er liegt an der Scheide zwischen Seckauer und Rottenmanner und verbindet das Murtal bei Judenburg mit dem Paltental bei Trieben. Laut Quaeldich.de ist die Straße wenig befahren, was ich nach dem erfolgten Neubau der Straße zwischen Trieben und Sunk nun aber nicht mehr so erfahren durfte. PKW an LKW und LKW an PKW versuchten uns beim Überholen - durch möglichst engem Abstand - wohl immer etwas Windschatten zu geben...ehrlich gesagt hätte ich gerne darauf verzichtet und mir wäre bei der Auffahrt ein größerer Sicherheitsabstand lieber gewesen.
    https://www.quaeldich.de/paesse/triebener-tauern/

    Auf der Passhöhe Trieben noch trocken angekommen, änderte sich nun schlagartig das Wetter und Regenschauer waren von nun an unsere ständigen Begleiter. Angetrieben wurden wir von einem gewaltig wehenden Rückenwind mit dessen Hilfe wir den Regenwolken auf und davon fahren und sogar Pedalumdrehung für Pedalumdrehung diesen Vorsprung ziemlich erfolgreich bis Judenburg verteidigen konnten. Als wir aber im steirsichen Zirbenland von Judenburg aus den Obdacher Sattel erklommen, gab es für die schweren Regentropfen keinen Halt mehr und wir mussten wieder einmal unsere Regenklamotten überziehen. Mit 955 Metern ist der Obdacher Sattel der niedrigste Übergang vom Lavanttal in die Steiermark und der einzige Befahrbare ins Murtal.
    https://www.quaeldich.de/suche/?suchwort=obdach

    Finale Furioso bei der Abfahrt vom Obdacher Sattel ins Lavanttal: Sauer gefahren von Wind und Wetter, aber das klare Ziel vor Augen, treiben wir nochmal unsere ausgekühlten Körper auf Höchstleistung und als wir 25 km vor Wolfsberg unseren letzten Stop in Reichenfels einlegen, melde ich unsere aktuelle Position an den 1. Bürgermeister Hannes Primus, der sogleich eine Empfangscrew für uns abstellen wird. Reichnfels ist - wie könnte es auch kaum anders sein - die österreichische Partnergemeinde unserer Nachbargemeinde Aurachtal!
    https://www.reichenfels.gv.at/uberdiegemeinde/partnergemeinde.html

    Nach weniger als einer weiteren Stunde erreichen wir am dritten Tag unserer Tour nach insgesamt etwas mehr als 700 km pünktlich um 18:30 Uhr zur Sitzung des Stadtrats unser Ziel. Die Wolfsberger Delagation rund um den 1. Bürgermeister Hannes Primus erwartet uns mit einem herzlichen Empfang und großem Applaus direkt vor dem Rathaus. Von unserer Begeisterung das STADTRADELN beim Wort zu nehmen und von einer Stadt zur Anderen zu radeln hat sich auch der 1. Bürgermeister Hannes Primus anstecken lassen. Um die Städtepartnerschaft weiter zu bestärken wurde in geselliger Runde im Restaurant Staudacher für das nächste Jahr eine gemeinsame Fahrradtour von Herzogenaurach nach Wolfsberg ausgelobt. Zugegeben es war schon spät geworden und die Getränke wurden klarer und dufteten wundersam nach Zirbenholz.
    https://goo.gl/maps/iBoVwhDe8yUbvZpT9

    mein Fazit
  • ich habe mich sehr über den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft unserer Freunden in Kärnten gefreut
  • und Wolfsberg ist nicht nur eine Reise wert, gerne radle ich einmal wieder zu Euch
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    Tour de Wolfsberg - Etappe 2: von München via Salzburg und Koppenpass nach Bad Aussee

    Image Ecrit le 11.10.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 5 Minuten
  • Wahrheit: ++ -
  • Wunschdenken -- +
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  • 3D video story mit Relive - erlebe die Strecke virtuell
    https://www.relive.cc/view/vrqD4e5RMLq

    hallo allerseits,
    am Vortag hatte ich nach der Gewalttour zum Hesselberg am Nachmittag übrigens das Nirgendwo im Irgendwo entdeckt: diese Kleinod liegt versteckt, ausgehend vom Herzen des Nördlinger Rieses in östlicher Richtung. In einer monoton wirkenden, vom Ackerbau geprägten Landschaft, die nur unwesentlich durch Wälder unterbrochen wird. Hier verteilen sich moderne Agrarfabriken, die einzigen Gebäude weit und breit, die wie Inseln aus einem Feldermeer herausragen und doch alle gleichartig aus Stahl und Beton errichtet worden sind. Es sind genau diese architektonischen Meisterwerke deutscher Ingenieurskunst unserer Zeit, die einem aufzeigen wo man gefühlt nach unzähligen langweiligen geraden Kilometern angekommen ist: Es ist genau der Punkt Bayerns, der auch gemeinhin als das Nirgendwo im Irgendwo bezeichnet wird. Geistes-Wissenschaftler, Literaten, Dichter und Denker unsere Zeit und der ummittelbaren Deutschen Vergangenheit streiten sich übrigens noch heute ob diese Gegend nun das Irgendwo im Nirgendwo oder das Nirgendwo im Irgendwo ist. Mir erscheinen beide Begrifflichkeiten als absolut passend und trotz all der Gedankenspielerei in meinem Kopf kann ich mich dennoch nicht für eine der beiden Formulierungen entscheiden und beschließe das zu tun, was ich in dieser Situation wohl am besten kann, ich radle einfach weiter...nach unzähligen Stunden mit einer kräftigen Gegenbrise meldet mein Körper doch erste Anzeichen von Strapazen und die mentale Leere breitet sich in meinem Kopf weiter aus. Ich sehne eine wohlverdienten Pause herbei und gebe nach hartem Ringen dem Gefühl des Pausierens und Faulenzia nach. Das wohlschmeckende Pausenbrot und der kräftige Schluck aus der Trinkflasche geben mir neue Kraft und meine Route führt mich nun weiter südlich, unmittelbar heraus aus dem Irgendwo im Nirgendwo - gefühlt bin ich zum Glück wieder schneller draußen als ich hinein gefahren bin.

    Soweit der kurze Ausflug zum gestrigen Tage, heute geht es frisch gestärkt am frühen morgen des 22.09.2020 wieder zurück auf die Landstraße. Übernachten und Frühstücken konnte ich bei einem guten Freund in München, der sich vortrefflich um mein leibliches Wohl gekümmert hatte und der sich zudem geduldig meine Hesselberg Geschichte anhören durfte. Es blieb sogar noch etwas Zeit um über das Nirgendwo im Irgendwo zu philosophieren.

    Die morgendliche Aufwach Runde führt mich über 80 km von München nach Mühldorf am Inn an, denn hier treffe ich mich mit Monika, die schon vor mir dort angekommen ist und die mich auf den nächsten Etappen mit dem Radl begleiten wird. Um den gewaltigen Energieverschleiß während der Radtouren zu entgegnen, beschließe ich in Mühldorf erstmal ein 2. Frühstück einzunehmen und eine Tourbesprechung mit Monika durchzuführen um uns für die folgenden Etappen einzuschwören.

    Im Laufe des Tages fahren wir auf weitläufigen und kaum befahrenen Wegen durch das wunderschöne Voralpenland mit Blick auf die immer näher kommenden Berge - es ist das nächste Highlight der Tour de Wolfsberg. Das Wetter ist schön, die Sonne lacht - vom Wind ist nichts zu spüren - ja es ist wieder STADTRADELN Zeit. Wir sammeln wohlgelaunt und frohen Mutes Kilometer für Kilometer und nähern uns der Landesgrenze nach Österreich. Bei der Durchfahrt Salzburgs wird es hier und da schon ein wenig ungemütlich - der Verkehr, die engen Häuserschluchten und die schmalen und oft holprigen Radwege sind der komplette Gegensatz zu unserem bisherigen Tagesabschnitt. Am Ende der Stadt sind wir sogar froh Salzburg wieder zu verlassen und endlich in die Berge einzufahren. Für Mozartkugeln und einem Verlängerten blieb auch keine Zeit, denn vor uns liegen noch 3 große Seen und einige Höhenmeter!

    An stark frequentierten Bundesstraßen entlang, dennoch zum Glück meist auf Radwegen, radeln wir nun vorbei am Fuschl-, Wolfgang- und Hallstätter See. Landschaftlich eine echte Genusstour - auf einen Abstecher zum weißen Rößel verzichten wir nur schweren Herzen, denn wir haben auf unserem 247 km langen Tagesabschnitt nach Bad Aussee noch höhere Ziele vor uns. Erst muss noch der Koppenpass bezwungen werden.
    https://www.quaeldich.de/paesse/koppenpass/

    Es ist bereits vollkommen dunkel und der Mond wirft sein Licht über den Asphalt als wir die ersten Meter der Steigung in den Angriff nehmen. Über den Koppenpass gelangt man vom Südufer des Hallstätter Sees in die Steiermark. Eigentlich hat der Pass nur eine Seite, diese ist aber obwohl kurz, sehr steil > 23%. Während wir die unbarmherzige Steigung des Koppenpass weiter in Angriff nehmen, erlahmt mein Tritt und ich merke wie ich wie wild am Lenker "reiße", ich werfe das Rad im Wiegetritt von der einen auf die andere Seite und die Bikepacking Tasche an meinem Sattel zappelt und baumelt umher. Motiviert und zur Höchstleitung angetrieben, werde ich aber letztlich von Monika, die schon von der Passhöhe aus mir von oben zuruft: "Quäl Dich Du S..." Sicherlich in Anlehnung an den nicht nur unter Radfahraren berühmten Motivationskünstler Udo Bölts:
    http://www.quaeldich.de/meldungen/quael-dich-du-sau-von-udo-boelts/

    Ich nehme den Koppenpass absolut und gedanklich mache ich ihn einfach zum Koppergerpass. Von diesem geschickten Motivations-Kick beflügelt erreiche ich mit letzter Kraft und auf der "letzten Rille" endlich die Passhöhe.

    In der Steiermark angekommen führt die Straße dann kaum an Höhe verlierend nach Bad Aussee, das nur etwa 30 Höhenmeter niedriger als die Passhöhe liegt und wir finden spontan eine Übernachtungsmöglichkeit in einer netten Pension.

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    Tour de Wolfsberg - Etappe 1: von Herzogenaurach via Hesselberg nach München

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    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach


  • Lesedauer: 5 Minuten
  • Wahrheit: +- -
  • Wunschdenken - + +
  • english translation: no


  • 3D video story mit Relive - erlebe die Strecke virtuell
    https://www.relive.cc/view/vKv2RVwYVov
    https://www.relive.cc/view/vxOQnG3Qk26

    Saluto,
    In dieser STADTRADELN-Star Saison stand gleich zu Beginn ein 1. Highlight an. Der Einladung des 1. Bürgermeisters Hannes Primus aus unserer Partnerstadt Wolfsberg in Kärnten folgend, machte ich mich sogleich von Herzogenaurach aus auf den Weg. Motiviert wie schon lange nicht mehr hatte ich mich entschieden, bevor ich das Ziel nach 290 km am sehr späten Abend oder sagen wir besser Mitten in der Nacht in München erreicht hatte, in der Mittagspause - genauer gesagt bei km 100 - meinem guten alten Bekannten vorab einen Besuch abzustatten: Es handelt sich dabei um den sagenumwobenen und weltbekannten Hesselberg, dem höchsten Berg Mittelfrankens. Zugegeben unsere Wolfsberger Freunde haben schon ein wenig geschmunzelt als ich Ihnen von den 250 Höhenmetern des Anstieges berichtet habe...sie hatten aber sicher nicht meine folgenden Zeilen gelesen...

    Der Tag an dem der Hesselberg bezwungen wurde
    Das schmutzige Weiß der Bergkuppe an der Osterwiese ist ekelerregend. In Ihrer unmittelbaren Nähe ragt, wie von einer Hand des Teufels geformt, der Gipfel des Hesselberges aus der flachen Landschaft um Wassertrüdingen in die heiße, flimmernde Luft, fast 1.000m hoch: aber es ist nicht der meterhohe Schnee, der sich meist bis in den April oder Mai gegen die glühenden Sonnenstrahlen des Frühsommers wehrt, nein, was sich da vom dunstigen Blau des Horizontes abhebt, ist kahles, gebleichtes vulkanisch anmutendes Gestein. Es ist der Gipfel des Hesselberges, und nie ist er mir von so einer trostlosen Unheimlichkeit erschienen, wie an diesem Montag, dem 21. September 2020.
    Ein häßliches, geröllübersätes Ungetüm, das sich da dem STADTRADELN-Star in den Weg stellt, als ob es gelte, hier und heute die Absurdität des STADTRADELNS auf der Landstraße mittels Zweirädern, die nur von Muskelkraft betrieben werden dürfen, zu beweisen.
    Der STADTRADLEN-Star hat am frühen morgen Herzogenaurach verlassen, das einem Brutofen eines Häusermeeres gleicht und dem die Nacht keine Abkühlung mehr bringt. Aus den Wasserhähen mit der Aufschrift "kalt" schwabbert nur noch braune Brühe in die Badewannen und selbst die Hesselbergquelle, die letzte Möglichkeit für den STADTRADELN-Star vor dem finalen Gipfelsturm auf den letzten unbarmherzigen Kilometern seine ausgetrocknete Kehle zu befeuchten, ist seit Monaten versiegt. Ein Häusermeer, in dem der Kühlschrank zum wichtigsten Mobiliar geworden ist und in dem das Brot knapp wird, weil die Bäcker in der Hitze der Backstuben die Arbeit verweigern. Jeder begreift sie. Wenn sie uns unser tägliches Brot nicht geben, dann geben sie es uns eben morgen, Trinken ist wichtiger. Ist STADTRADELN wichtig? Es scheint so, denn die dichten Menschspaliere, welche die Landstraßen von Herzogenaurach zum Hesselberg säumen, werden von der glühenden Sonnte nicht weggeschmolzen. Sie reißen nicht ab und lassen die Frage aufkommen, wo die Grenze zwischen Begeisterung und dem morbiden Appetit der Masse nach dem Schauspiel der Strapaze liegt, das dem Passiven sein prickelndes Gefühl des Wohlbefindens vermittel. Ganze Batterien von Wein-, Bier- und Limonadenflaschen haben sie an den Rand der Straße geschafft, und die Supermärkte in den Dörfern sind ausgeplündert.
    Am Einstieg des Berges zeigt das Thermometer an meinem Garmin 28° Grad und ich bin aufgrund der hohen Temperaturen vollkommen nass geschwitzt und wechsle mein Trikot und den Helm. Die Fensterläden der Häuser sind geschlossen wie bei einem Einzug der feindlichen Truppen, aber die Straßen sind schwarz vor Menschen. Selbst den verletzen Fußballer hat man in einem Rollstuhl neben die Haustür gesetzt und ihm ein weißes Tuch über die Mütze geknöpft. So wird ihn die sengende Sonne nicht stören.
    Stört sie den STADTRADELN-Star? Um meinen Wasserhaushalt irgendwie aufrecht zu halten, muß ich permanent trinken. Trotzdem spüre ich die klebrige Zunge und den salzigen Schweiß im Gesicht, die flimmernde Luft gaugelt mir eine Fata Morgana von plätschernden Brunnen vor! Alles wirkt absurd und skurril und plötzlich freue ich mich auf den frischen Fisch, saftige Steaks und riesige Berge von Gemüse, die ich heute Abend vom Teamkoch, der jetzt schon seine zauberhaften Menüs vorbereitet. Es sind ebenso vorzügliche wie handfeste Mahlzeiten, denn längst weiß er was er dem Gigant der Landstraße mit seinem gewaltigen Energieverschleiß schuldig ist.
    Der kahle Gipfel der Osterwiese, den ich schon seit Winterschneidbach wie eine böse albtraumartige Vision vor Augen habe, ist jetzt zum Greifen nah. Es ist wie das Einsteigen zur direkten Fahrt in die Hölle. Man merkt es nicht gleich. Kümmerliche Bäume verdecken in den ersten Serpentinen noch die Sicht, dann tritt aber die Osterwiese mit Ihrer ganzen grausamen Kahlheit aus der Kulisse heraus, als ob der Hesslberg seinem Angreifer einen Keulenschlag versetzen wollte. Für den STADTRADELN-Star ist er nur einer von vielen, die er bereithält. Als ich am evangelischen Bildungszentrum vorbeifahre ist es, als ob ich eine Treppe hinaufstapfen würde, auf der keine Stufen, sondern glühende Kohle überwunden werden müssen. Nie hat der Hesselberg, Ausgeburt einer widersinnigen Laune der Natur, seinen Namens Teufelsberg mehr verdient als an diesem Septembertag, an dem die Sonne auch die anspruchslosen Disteln auf den Flanken der Osterwiese verdorren läßt.
    Ich habe, als ich aus dem Schatten der Bäume heraustrete, das scheußliche Gefühl, diese flimmernde Luft nicht mehr atmen zu können. Nur noch Feuer spüre ich, aber die keuchenden Lungen verlangen Sauerstoff, wenn die plötzlich zentnerschwer gewordenen Pedale bewegt werden wollen.
    Sind Motoren anfälliger als der menschliche Organismus? Es scheint so, denn die Autos bleiben mit dampfenden Kühlern stehen und es gibt in dieser Mondlandschaft kein Wasser, das sie wieder flottmachen könnte.
    Der Gedanke, dass ich den Kampf einfach abbrechen könnte, durchzuckt mich, als ich in die verzerrten Gesichter der letzten Mitstreiter um mich blicke. Die meisten von ihnen haben den Kampf schon lange verloren und sind abgestiegen, am Anfang schoben sie noch unerbittlich ihr Fahrrad, aber mittlerweile liegen sie fast alle im Schatten und lechzen nach Wasser und schnappen immer noch nach Luft. Und ich muß an die Bäcker von Burgbernheim denken, die an solchen Tagen die Ofen ausgehen lassen, weil Ihnen die Gesundheit wichtiger als das Geld ist. Warum streikt der STADTRADELN-Star nicht, der in den kahlen Flanken des Hesselberges etwas ungleich Nutzloseres tut als Brotbacken? Plötzlich hasse ich das STADTRADELN. Und ich hasse die Organisation und ein klein wenig auch den ersten Bürgermeister und die Umweltreferentin von Herzogenaurach. Hätte ich nicht meine Autoschlüssel abgegeben, wäre ich jetzt einfach mit meinem Auto hier hochgefahren.
    Noch 1 km bis zur Osterwiese!
    Nach vielen Stunden der Quälerei erreiche ich mit den letzten Kräften den gefühlt höchsten Punkt der diesjährigen STADTRADELN-Star Saison. Als ich mich umblicke, muss ich feststellen, dass ich mittlerweile ganz alleine bin. In dieser gottverlassenen und trostlosen Gegend sind keine menschlichen Wesen mehr zu erblicken. Nur Murmeltiere begrüßen mich mit einem lauten Piff und dann sind sie auch schon wieder verschwunden.
    Quelle: Hans-Jürgen, genannt Hans Blickensdörfer: "Das goldene Buch der Tour de France"

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    Teaminfo: "CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT"

    Image Ecrit le 10.10.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach

    hallo allerseits,
    dieses Jahr ist unser Team offiziell mit unserem langjährigen Partner BIKEPROJEKT firmiert und der Teamname änderte sich in: "CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT".

    Für die neue Saison freuen wir uns auf die konsequente Fortsetzung unserer Zusammenarbeit und profitieren von dem Know How und Fachkenntnissen von Mark Kern und seinem Team. Unsere Team Fahrräder sind hier wie immer in "den besten Händen". Hier trifft Leidenschaft auf Sachverstand:
    BIKEPROJEKTHerzogenaurach
    http://www.bikeprojekt.com

    Bei Mark und Ben spürt Ihr schon beim Übertreten der Ladenschwelle die Begeisterung für das Zweirad und werdet mit einem freundlichen "Hallo" begrüßt. Euer Bike ist dort bestens aufgehoben und nebenbei gibt es die aktuellsten Tipps und eine fachkundige Beratung.

    Auf weiteren Bildern seht Ihr die ersten Entwürfe und Prototypes zu den Laufrädern, der Teambekleidung und natürlich auch dem STADTRADELN Star Bike. So könnt Ihr die Entstehung noch einmal von Anfang an nachvollziehen. Auch der Hebetest des STADTRADELN Star Bikes wurde von unserem Team-Gründungsmitglied und Namensgeber ENNA höchstpersönlich vorgenommen. Ich denke man sieht sehr gut wie stolz sie das Exemplar scheinbar mühelos in die Höhe stemmt!

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    Danke

    Image Ecrit le 09.10.2020 de Caroline Credé
    Equipe: Offenes Team - Herzogenaurach
    Commune: Herzogenaurach

    Nun sind die drei Wochen Stadtradeln schon vorbei. Mein persönliches Kilometerziel habe ich erreicht. Natürlich fahre ich weiter Rad und werde die meisten Wege weiterhin zu Fuss oder per Rad erledigen. Danke an Alle die mitgemacht haben. Weiter so! Wer es dieses Jahr nicht geschafft hat, für den gibt es nächstes Jahr eine neue Chance. Bis dahin eine gute Zeit und freie Fahrt für alle Radfahrer.

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    Herbst

    Image Ecrit le 06.10.2020 de Caroline Credé
    Equipe: Offenes Team - Herzogenaurach
    Commune: Herzogenaurach

    Liebe Stadtradler*innen, jetzt schlägt der Herbst so richtig zu! Aber traut Euch! Denn von drinnen sieht das Wetter immer schlimmer aus als es draussen wirklich ist. Regenjacke und ein warmes Getränk eingepackt, und dann kann es auch schon losgehen. Eine kleine Herbstrunde in der bunten Natur!

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    Andere machen Urlaub,

    Image Ecrit le 03.10.2020 de Caroline Credé
    Equipe: Offenes Team - Herzogenaurach
    Commune: Herzogenaurach

    bei mir ist es der (um)-Weg nachhause. Das schöne Vormittagswetter habe ich für eine kleine Tour auf dem Aischtalradweg genutzt.

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    Wocheneinkauf

    Image Ecrit le 30.09.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach

    Wer radelt der rostet und wer viel radelt der braucht auch eine gute Versorgung mit Grundnahrungsmitteln...daher war heute wieder ein Wocheneinkauf angesagt...das geht auch mit dem Radl...aber aufgemerkt, die Kurvenlage ist stark beeinträgticht und ich bin froh, dass ich nach dem Einkauf gemächlich bergab nach Hause radeln kann.

    Mein Fazit:
    auch mit dem Radl kann man - wenn die Rahmenbedingungen es zulassen - jede Menge transportieren...die Kassierin konnte es fast nicht glaube dass ich den Inhalt eines vollen Einkaufswagen auf dem Radl unterbringen würde...

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    Täglich radeln

    Image Ecrit le 29.09.2020 de Caroline Credé
    Equipe: Offenes Team - Herzogenaurach
    Commune: Herzogenaurach

    Liebe Herzogenauracher und Stadtradler*innen,
    da ich täglich das Rad benutze und ausserhalb der Stadtradeln Aktion auch kaum Auto fahre erledige ich meine Einkäufe natürlich auf zwei Rädern. Heute habe ich meine Tour etwas erweitert und Milchtanken und Automaten von Bauernhöfen und regionalen Produktanbietern besucht. Das ist abwechslungsreich und immer ein lohnendes Ziel. Den mich begleitenden Nieselregen habe ich dabei kaum bemerkt.

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    Tour durch Franken

    Image Ecrit le 24.09.2020 de Caroline Credé
    Equipe: Offenes Team - Herzogenaurach
    Commune: Herzogenaurach

    Meinen freien Tag nutzte ich für eine Tour durch Franken. Dabei konnte ich gleich ein paar Kilometer für Herzogenaurach sammeln. Frühstück gabs in Markt Erlbach. In Grosshabersdorf sah ich durch den Rahmen in den Wiesengrund. Einen kleinen Imbiß nahm ich in Schwabach auf der Mini Kirchweih ein. Weiter ging es internationale Triatlon Luft in Roth schnuppern. Am Kanal entlang fuhr ich wieder zurück. Ein gelungener Tag!

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    Sonnenaufgang

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    Equipe: Offenes Team - Herzogenaurach
    Commune: Herzogenaurach

    Guten Morgen liebe Stadtradler und Herzogenauracher! Heute früh fuhr ich zur Arbeit. Solche Momente und Bilder lassen sich , so finde ich, nur auf dem Rad erleben.

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    Auftakt zum Stadtradlen

    Image Ecrit le 20.09.2020 de Hans-Jürgen Kopperger
    Equipe: CYCLING TEAM ENNA-BIKEPROJEKT
    Commune: Herzogenaurach

    Nun geht es endlich wieder los! Am Samstag wurde pünktlich um 10:00 Uhr vom 1. Bürgermeister German Hacker die STADTRADELN Saison in Herzogenaurach eröffnet.
    Bei sommerlichen Bedingungen konnte sich eine große Anzahl an Interessenten zum Thema Lastenfahrräder informieren. Auch eine Delegation unserer Partnerstadt aus Wolfsberg nahm an diesem buten Treiben teil und es wurde fleißig gefachsimpelt und Erfahrungen ausgetauscht.

    Auch in diesem Jahr habe ich mich wieder von der Motivation des 1. Bürgermeisters und unserer Umweltreferentin anstecken lassen und werde für Herzogenaurach als STADTRADLEN Star in die Pedale treten. Ich möchte in den kommenden 21 Tagen ganz bewusst auf mein Auto verzichten und so meine Mitmenschen zum Umdenken anregen. Gerade die kleinen Autofahrten innerhalb der Stadt können alternativ mit dem Bus oder dem Fahrrad bewältigt werden. Somit kann jeder dazu beitragen, dass der gefährliche CO2 Ausstoß verringert werden kann. Immerhin erzeugen Kraftfahrzeugen bis zu einem Viertel dieser schädlichen Abgase.

    Unser Team hat sich zudem optimal vorbereitet und rechtzeitig die Höchstform erreicht (siehe Bild). Bei den großen Landesrundfahrten wie Tour de France oder Giro d' Italia liegt der Fokus allerdings erst auf der letzten Woche und der wahre Champion strebt erst hier seine Höchstform an.
    Im Vergleich dazu dauert unser STADTRADELN ebenso 21 Tage - hoffen wir mal dass diese Frühform nicht zu schnell verpufft und wir bis zum Ende frei und unbeschwert nach dem Motto fahren: "Kette rechts!".

    Eine allzeit unfallfreie Fahrt bei guter Gesundheit wünscht Euch Euer STADTRADELN Star.

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