STADTRADELN-Star Blog: Kaufbeuren


Stadtradeln Kaufbeuren 2020 - (m)ein Résumé

Image Ecrit le 26.07.2020 de Christoph Gießing
Equipe: Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde
Commune: Kaufbeuren

Kurz gesagt: Es war toll!

In den 21 Tagen Stadtradeln kamen bei mir insgesamt 789 km zusammen:
• 450 km zur Arbeit und zurück,
• 184 km durch Alltagsradeln, wie einkaufen und mit unseren Kindern zur Schule,
• 155 km durch eine Radtour ins Tannheimer Tal.
Damit kam ich deutschlandweit auf Platz 41 von 157 Stadtradeln-Stars. Damit bin ich zufrieden. Die Rahmenbedingungen für das durchgehende Radeln waren nicht so gut wie im letzten Jahr. Einige Male bin ich letzte Woche auf dem Weg zur Arbeit in Dauerregen gekommen, aber so schlimm war das auch wieder nicht. Unsere Kinder und meine Frau waren natürlich auch kräftig beim Radeln. Ganz stark!

Unser Team Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde kam im Gesamtranking auf Platz 26 und nach der Pro-Kopf-Kilometer-Sortierung mit 240 Kilometer je Teammitglied auf Platz 19. Im Team waren auch zwei unserer vier Kinder - unsere Tochter (6) erradelte 126 Kilometer (!) und unser Sohn (3!) kam auf 86,5 Kilometer, die er selbst (!) geradelt ist. Insgesamt haben 60 Teams mitgemacht und zusammen erreichten wir > 230.000 Kilometer!

Interessant war auch der Blick in meine Heimat Bad Wildungen. Dort fand das Stadtradeln in nahezu ähnlichem Zeitraum statt und man hat mit 246 aktiven Stadtradlern ganze 78.000 Kilometer erradelt. Damit landete man auf Platz 2 in hessischen Kommunen mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern:

"Bürgermeister Ralf Gutheil begrüßte die Radler und stellte fest, dass das überragende Engagement für das Radfahren ein klares Signal darstellt, in der gesamten Stadt die Radinfrastruktur weiter auszubauen. Dabei sind die Gegebenheiten für den Radtourist sowie den Alltagsradverkehr weiter zu optimieren. Dass die Stadt bereits agiert, zeigt sich an der in Diskussion befindlichen Studie zur Schaffung eines touristischen Radwegs zwischen Bergfreiheit, Hundsdorf, Reinhardshausen bzw. Reinhardshausen und Odershausen. Zudem wird momentan ein Nahmobilitätskonzept erstellt, welches den alltags Fuß- und Radverkehr untersucht und Handlungsfelder sowie konkrete Maßnahmen aufzeigen wird."
Quelle: https://t1p.de/dlzh

Ich kann nur sagen, es bleibt spannend für uns Radfahrer, nicht nur in Kaufbeuren sondern deutschlandweit - aber ich bin optimistisch:

Nicht ist so unaufhaltsam, wie eine Idee deren Zeit gekommen ist!

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Mit dem Rad zur Arbeit

Image Ecrit le 16.07.2020 de Christoph Gießing
Equipe: Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde
Commune: Kaufbeuren

Eine tolle Sache ist für mich (auch außerhalb des Stadtradelns) das Fahrradfahren zur Arbeit. Es macht unglaublich fit und einfach Spaß. Es beugt Krankheitstagen vor, ist pure Entschleunigung und gleichzeitig Umweltschutz. Morgens frische Luft tanken, im Sonnenaufgang den Körper aktivieren, dann duschen und energiegeladen in den Tag starten ist toll! Und insgeheim freue ich mich nach der Ankunft schon wieder auf die Heimfahrt. Für die Strecke zu meiner Arbeit brauche ich je nach Windstärke und -richtung 45 bis 55 Minuten. Ich arbeite im gut 22 km entfernten Buchloe. Bis heute bin ich in 2020 gut 80x mit dem Rad zur Arbeit geradelt, was in Summe etwa 3.600km ergibt.

Ich starte bei uns im Neubaugebiet am Kaiserweiher und fahre den Krankenhausberg hinunter. Die Ampel am Ende der Straße ist meist rot, so dass ich dort kurz stoppen muss. Problematisch ist gelegentlich, dass der Sensor der Ampel scheinbar nicht immer einen wartenden Radfahrer erkennt. Oft ist es so, dass ich über den Haltestreifen rolle, sodass sich ein nach mir befindliches Auto in den Sensorbereich der Ampel bewegt, um diese auszulösen. Ist die Ampel dann auf grün, geht es auf der Mindelheimer Straße weiter in Richtung Norden. Auf Höhe des Lidls wechsel ich dynamisch auf den Fuß- und Radweg, welchen ich erst kurz vor Leinau wieder verlasse, weil er dort kurz nach der Wertachbrücke endet. Im Gegensatz zur B16, zu welcher ich auf diesem Radweg parallel fahre, ist es ab dort ziemlich verkehrsarm. Ich fahre weiter nach Pforzen, im Anschluss über den Radweg nach Zellerberg. Hier ist eine relativ kritische Ausfahrt, aus der oft Autos aus der Bahnunterführung kommend - trotz dem Stoppschild - bis auf den Radweg vorfahren und darauf stehenbleiben. Es gibt auch viele Autofahrer die am Stoppschild stehenbleiben und mich durchwinken (Vielen Dank an dieser Stelle!), dennoch ist es besser das Tempo an dieser Stelle etwas rauszunehmen. In Zellerberg radel ich eine Abkürzung durch diverse Nebenstraßen in Richtung Beckstetten. Von dem Hang, den man anschließend hinunter fährt, hat man bei klarem Himmel einen tollen Ausblick auf die Alpen und den morgendlichen Berufsverkehr auf der B12, welchen ich mit meiner Radfahrt entlaste. Auf der darauf folgenden langen Geraden fährt man circa 2 km parallel zu den Bahngleisen durch den Wald und über freies Feld. Auch hier ist selten ein Auto zu sehen - öfter kommen einem andere Radfahrer entgegen. Im Anschluss fahre ich Richtung Weinhausen, weiter durch Lindenberg nach Buchloe.

An meinen Arbeitsplatz angekommen erwartet mich ein großer überdachter, videoüberwachter und abschließbarer Fahrradparkplatz. Die Stellplätze sind mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, aber alles top gepflegt und ordentlich in Schuss. Ich teile mir die Stellplätze mit rund 70 meiner Kollegen, die ebenfalls mit dem Rad zur Arbeit fahren, großteils direkt aus Buchloe oder näherer Umgebung. Bevor ich meine Arbeit beginne, gehe ich duschen und ziehe mich um - dann kann es voller Energie losgehen!

Ich bin Ganzjahres- und Allwetter-Radler. Dies bedeutet, man benötigt entsprechendes Material, Bekleidung und Willensstärke für die Fahrten. Kann man Wartungen, Reparaturen und vorbeugende Instandhaltungen selbst durchführen, spart man viel Zeit und auch Reparaturkosten, zudem lernt man sich selbst zu helfen und sein Rad besser kennen. Gleichzeitig führt das dauerhafte Radfahren zu einer drastischen Reduktion der Lebenshaltungskosten, sofern man damit ein Auto ersetzen kann.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass das Radeln während allen Jahreszeiten und Wetterlagen dazu führt, dass man sich sehr naturverbunden fühlt. Man entwickelt eine Ehrfurcht vor den Naturgewalten. Schön ist jedes Mal auf ein Neues, dass man die Natur in den unterschiedlichen Jahreszeiten mit allen Sinnen wahrnimmt. Die kalte Luft im Winter, das (auf)Blühen der Natur im Frühling, die warme Luft und die Energie der Sonne im Sommer und die Stimmung des Herbstes, mit dem Geruch der fallenden Blätter.

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Die erste Woche Stadtradeln

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Equipe: Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde
Commune: Kaufbeuren

Seit fünf Tagen läuft das Stadtradeln 2020 bei uns in Kaufbeuren. Wie im vergangenen Jahr habe ich mich für die Teilnahme in der Sonderkategorie Stadtradeln-Star bereiterklärt. In Folge dessen, verzichte ich für die 21 Tage auf das aktive und passive Benutzen eines Autos. Mir ist die Entscheidung ehrlich gesagt nicht allzu schwer gefallen, da ich seit langem sehr wenig Auto und dafür viel Fahrrad fahre. Nun fahre ich zu 100% mit dem Rad.


Auch meine Frau und unsere Kinder sind fleißig mit dem Rad unterwegs. Und natürlich auch beim Stadtradeln. Unsere Tochter Lena radelt beim Team TSV Oberbeuren, unser Sohn Maximilian bei Wasserwacht Kaufbeuren & Neugablonz, meine Frau bei Blumen Fürst & Freunde und unser jüngerer Sohn Elias und ich im Team Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde mit. Wir sind praktisch immer mit dem Rad unterwegs und wollen natürlich viele Kilometer für das Stadtradeln sammeln.


Wir als Radfahrer-Familie wundern uns über Debatten über Stau und Ampelschaltungen in Kaufbeuren, wie im Artikel Stau oder grüne Welle? in der Allgäuer Zeitung vom 02.Juli. Mit dem Rad ist man tatsächlich schneller am Ziel als mit einem Auto - und Stau gibt es keinen. Man steht mit einem Auto praktisch nie im Stau, viel mehr ist man (ein Teil) des Staus. Von daher ist es für den gesamten Verkehr von Vorteil, wenn man öfter mal das Auto stehen lässt und mit dem Rad unterwegs ist. Wir radeln auch mit unseren Kindern praktisch jeden Weg in und um Kaufbeuren. Außer das Wetter macht uns mit einem Gewitter oder Starkregen einen Strich durch die Rechnung. Nieselregen hingegen sind wir gewohnt und ertragen dies mit Fassung. Das Radeln im Alltag hält uns gesund und fit.


In den jetzt noch verbleibenden 16 Tagen Stadtradeln möchte ich in diesem Blog über meine Erlebnisse auf dem Fahrrad berichten und aufzeigen, wie man den Alltag mit einem Fahrrad gestalten kann. Es ist gar nicht so schlimm!


Ich wünsche allen Stadtradlern eine gute und unfallfreie Fahrt!

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