STADTRADELN-Star Blog: Gunzenhausen


Tag 19 bis 21 - Ganz normaler Alltag

Ecrit le 19.07.2020 de Markus Diepold
Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Im Endspurt des Stadtradeln-Zeitraums gab es für mich keine großen Aktionen mehr. Obwohl ich mir am Samstag aufgrund des schönen Wetters schon noch eine größere Tour mit der Familie vorgenommen habe, sind - wie das Leben eben so ist - Kleinigkeiten dazwischen gekommen, sodass es bei den "Alltagsradltouren" geblieben ist, d.h. die Fahrt zum Kindergarten in Laubenzedel oder der Wocheneinkauf in Gunzenhausen. Nichtsdestotrotz bin ich mit meinen gut 600 km Fahrradstrecke im dreiwöchigen Aktionszeitraum mehr als zufrieden, wobei dies natürlich nicht repräsentativ für mein gewöhnliches Pensum mit dem Fahrrad ist. Würde ich nämlich tatsächlich das ganze Jahr über mit dem jetzt ermittelten Ergebnis rechnen, käme ich im Jahr auf über 10 000 km und wäre damit schon näher an der durchschnittlichen jährlichen Autostrecke von 12000 km dran. Tatsächlich habe ich aber erst jetzt – wie bereits berichtet – nach zwei Jahren 8000 km „erradelt“. Mein Ziel ist und bleibt weiterhin, die Autofahrten auf ein Minimum zu reduzieren bzw. nach Ende der Elternzeit die Anschaffung eines eigen Autos zu vermeiden und stattdessen für den täglichen Weg zur Arbeit das Fahrrad in Verbindung mit dem Zug zu benutzen.

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Tag 18 - Verregneter Alltag

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Am heutigen Mittwoch war es wieder einmal Zeit, das Regenverdeck auf das Lastenrad aufzuspannen, da es den ganzen Tag über immer wieder Niederschläge gab. Um nicht als Rabenvater hingestellt zu werden, der seine Kinder selbst bei Regenwetter mit dem Fahrrad zum Kindergarten fahren lässt und dabei riskiert, dass diese nass werden, habe ich mich diesmal dazu entschlossen, alle mit dem Lastenrad zu befördern. Nichtsdestotrotz möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass erfahrungsgemäß Kinder den größten Spaß daran haben, auch bei angesagtem Regenwetter mit dem Fahrrad zu fahren und die Freude auch nicht dadurch geschmälert wird, wenn man einmal von einem Regenschauer erwischt wird. Doch heute wollte ich mir die bereits gemachte Erfahrung ersparen, dass Autofahrer durch langsames Nebenherfahren Kontakt mit mir aufnehmen wollen und bei herabgelassenen Fenstern durch Zuruf anbieten, die Kinder vom Fahrrad zu erlösen und per Auto zum Ziel zu bringen...

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Tag 17 - Tour um den Igelsbachsee

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Da dieser Dienstag wettermäßig noch sonnig und angenehm warm war, sind wir 10 Kilometer nach Absberg zum Müßighof geradelt und haben dort Kuchen gegessen. Im Anschluss ging es weiter einmal rund um den Igelsbachsee. Dieser idyllisch gelegene See ist gerade für Radfahrer bestens erschlossen und sehr abwechslungsreich in der Streckenführung gestaltet, da auf sonnigere Wege entlang des Sees immer wieder kleinere Abschnitte durch den Wald folgen. Zu Hause angekommen wurden insgesamt 35 Kilometer für diese Tour auf dem Lastenrad abgestrampelt.

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Tag 16 - 8000 Kilometer geschafft...

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Heute bin ich zwar nur relativ wenig geradelt, aber trotzdem wurde nun die Achttausend-Kilometer-Marke auf der Kilometeranzeige des gut zwei Jahre alten Lastenrads geknackt. Wenn man bedenkt, dass der deutsche Autofahrer eine durchschnittliche Fahrleistung von knapp 12000 Kilometern pro Jahr hat (Stand: 2019), finde ich es schon bemerkenswert, dass ich jährlich auf fast ein Drittel dieser durchschnittlichen Autostrecke komme. Ich bin häufig am Überlegen, wie hoch die Einsparung ist, wenn ich das Auto liegen lasse und stattdessen mit dem Fahrrad fahre. Hier eine kleine Überschlagsrechnung ohne Anspruch auf Vollständigkeit: 4000 km Fahrradstrecke pro Jahr bedeuten für unser Auto (VW Caddy), das pro Tankfüllung (ca. 50 Liter) im Durchschnitt 700 km weit fahren kann, rund 6 Tankfüllungen. Bei einem Dieselpreis von 1,20 Euro pro Liter entspricht dies dann Kosten von 360 Euro im Jahr allein für den Treibstoff. Mit dem Fahrrad spart man sich aber zudem noch die Kfz-Steuer sowie Versicherung oder den jährlichen Reifenwechsel. Nicht zuletzt sind Reparaturen in der Regel um einiges günstiger als die Kosten, die sich aufsummieren, um beispielsweise ein Auto wieder alle zwei Jahre TÜV-konform zu machen. Wenn man dann noch in Relation setzt, dass ein „normales“ Auto heute ungefähr 1,4 Tonnen wiegt (Tendenz steigend) und mein Lastenrad mit seinen knapp 50 kg Eigengewicht lediglich knapp 4 Prozent dieses Gewichts einnimmt, dann wird einem erst richtig klar, wie enorm die Energieeinsparung ist, wenn man Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt, da man nur einen Bruchteil des Eigengewichts eines Autos bewegen muss. Also alles in allem: Man ist immer gut beraten, gerade für Kurzstrecken das Fahrrad zu benutzen. Ich jedenfalls habe den Kauf des Lastenrads anstelle eines Autos bisher aus ökologischen Gründen sowieso noch nie bereut und mit zunehmender Streckenleistung auch in finanziell-ökonomischer Hinsicht nicht.

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Tag 15 - Zweite Brezen-Aktion

Ecrit le 13.07.2020 de Markus Diepold
Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Heute fand die zweite Brezen-Aktion im Rahmen von Stadtradeln in Gunzenhausen statt. Auch diesmal gab es wie am Sonntag davor eine Gratis-Breze für jeden Radfahrer, der seinen Einkauf bei der Bäckerei Kleeberger mit dem Fahrrad erledigte. Obwohl für mich die Bäckerei im Vergleich zur Filiale in der Nürnberger Straße weiter weg gelegen ist, habe ich natürlich trotzdem die längere Strecke in Kauf genommen.

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Tag 14 - Wocheneinkauf

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Wenn man in einer Stadt wie Gunzenhausen seinen Wocheneinkauf mit dem Lastenrad erledigt, ist man gefühlt immer ein Stückchen mehr der Öffentlichkeit bzw. der Neugierde von Passanten ausgeliefert als mit dem Auto. Das liegt zum einen daran, dass hier im Vergleich zu größeren Städten wie München, Nürnberg oder Regensburg ein Lastenrad nur sehr selten zu sehen ist und zum anderen, dass neugierige Blicke in die mit Einkäufen befüllte Transportbox gerade ohne Verdeck unvermeidbar sind, zumal die Geschwindigkeit des Fahrrades im Vergleich zum Auto immer geringer ist, wodurch die Einkäufe von anderen Verkehrsteilnehmern genauer inspiziert werden können. Doch zumindest muss man sich nicht mehr schämen, wenn aus der Transportbox eine Packung Toilettenpapier herausragt, was in vorangegangener Corona-Lockdown-Zeit nicht so unproblematisch war, da man sich der „Klopapier-Hamsterei“ verdächtig machte. Insofern schon wieder ein Stückchen mehr Normalität, was auch im Bild durch die Kondensstreifen der Flugzeuge am Himmel deutlich wird...

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Tag 13 - Familienausflug zum Wille-Kinderzoo

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Heute wurde das Lastenrad sehr stark beansprucht. Ziel war der Wille-Kinderzoo im knapp 40 Kilometer entfernten Haslach, zu dem wir über Teile des sogenannten "Karpfenradweges" gelangten. Der erste Zwischenstopp dieser Route war der Spielplatz in Ornbau, von wo es weiter Richtung Königshofen an der Heide ging, das aufgrund des Marienmünsters schon von weitem zu sehen ist. Direkt neben dieser eindrucksvollen Kirche befindet sich der Landgasthof zur Linde mit Metzgerei, wo wir eine Brotzeit machten. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Leberkässemmeln besonders lecker und alle Mitarbeiter äußerst freundlich und zuvorkommend waren. Es wurde auch noch angeboten, den Fahrrad-Akku während der Brotzeit aufzuladen, was sich als sehr hilfreich herausstellte, da bei starkem Gegenwind, voller Auslastung der Transportbox mit drei Kindern und trotz Fahrt auf niedrigster Energiestufe die Akkukapazität nicht ausgereicht hätte. Nach circa zwei Stunden Fahrt erreichten wir den Kinderzoo in Haslach, der unter anderem eine Pferdeshow sowie ein Elefanten-Fotoshooting als Hauptattraktion zu bieten hatte. Der Heimweg fühlte sich auch Dank des Rückenwindes sowie der gemütlichen Einkehr im Gasthof "Zum Hirschen" angenehmer an. Auf dem Weg dorthin konnte man zudem viele Störche auf den angrenzenden Wiesen beobachten. Wenn eine knapp 80 Kilometer lange Fahrradfahrt darauf abzielt, Tiere anzuschauen, gilt der alte konfuzianische Spruch mehr denn je: "Der Weg ist das Ziel!".

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Tag 12 - Alltag

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Am Donnerstag ging es wieder wie jeden Werktag darum, bei der täglichen Fahrt zum Kindergarten die beiden Kinder im Auge zu behalten und auf der zwei Kilometer langen Strecke den anscheinend im Menschen veranlagten Drang zum Wettkampf auf ein erträgliches Maß zu bändigen. Danach fuhr ich weiter nach Gunzenhausen, da ich eine Kleinigkeit für die Werkstatt benötigte, was wie immer beim "Hanselmann" zu holen war.

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Tag 11 - Nichts Besonderes...

Ecrit le 08.07.2020 de Markus Diepold
Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Heute morgen bei der Fahrt zum Kindergarten merkte ich erst relativ spät, dass ich keinen Akku am Fahrrad hatte, da dieser an der Ladestation zu Hause hing. Dabei wurde mir erst wieder so richtig bewusst, welche Erleichterung ein e-bike bzw. Pedelec im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad mit sich bringt. Selbstkritisch muss ich zugeben, dass ich die elektrische Unterstützung des Fahrrades nicht missen möchte und im Prinzip gesamtgesellschaftlich genau darin das Problem einer Mobilitätswende hin zu ökologisch nachhaltigerem Verkehr liegt. Jeder Mensch gewöhnt sich im Laufe seines Lebens an immer bequemere und schnellere Formen der Fortbewegung - angefangen mit dem Gang auf zwei Füßen über das Fahrrad bis hin zum Auto oder Flugzeug - und möchte ungern wieder einen Schritt zurück machen, wo doch genau das in der heutigen Zeit notwendig wäre. Ich weiß nicht, wie hoch der Kohlestromanteil bei der Aufladung meines 500 Wh Fahrradakkus ist, sodass es letzlich sinnvoller wäre wieder einen Schritt zurück zu reiner Muskelkraft zu gehen. Natürlich kann ich den ökologischen Fußabdruck meines Fortbewegungsmittels im Vergleich zum Auto wieder schönrechnen, indem man bedenkt, dass gerade auf Kurzstrecken der Energieaufwand eines Pedelecs nur einem Bruchteil dem eines Autos entspricht, ganz zu schweigen vom exorbitant geringeren Gewicht des zu transportierenden Gefährts. Nichtsdestotrotz kann der Autofahrer genau die gleichen Vergleichsrechnungen in Hinblick auf das Flugzeug anstellen und so wieder auf andere mit dem Finger zeigen. Das mag der persönlichen Gewissensberuhigung etwas bringen, dem Klima bringt es nichts... Auf jeden Fall sollte man in Zukunft auch bei der Aktion Stadtradeln darüber nachdenken, ob Pedelecs und "Normalfahrräder" wirklich auf einer Stufe zu sehen sind, oder ob es nicht sinnvoller wäre, Radfahren ohne e-Antrieb in irgendeiner Form aufzuwerten.

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Tag 10 - Fahrt durch den Mönchswald nach Mitteleschenbach

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Neben den Alltagsfahrten zum Kindergarten bin ich heute Vormittag nach Gunzenhausen gefahren, um beim "Hanselmann", einem Fachgeschäft für Haushaltswaren, Gartenbedarf, Werkzeug und Eisenwaren, drei Schrauben für ein Fein-Multifunktionswerkzeug zu besorgen, da mir das Gerät gestern Abend kaputt ging. Wieder einmal volles Lob für dieses Gunzenhäuser Traditionsgeschäft, das die passenden Schrauben parat hatte, sodass ich zu Hause angekommen das Werkzeug gleich reparieren konnte. Am Nachmittag fuhren wir alle durch den an Büchelberg angrenzenden, auch für Radfahrer gut erschlossenen und wunderschönen Mönchswald nach Mitteleschenbach und machten dort zur Freude der Kinder Halt an zwei Spielplätzen, wo diese dutzendmal die Funktion der Tarzan-Seilbahn und der übrigen Spielgeräte auf Herz und Nieren überprüften. Mit dem Heimweg summierte sich diese Radtour insgesamt auf circa. 29 Kilometer.

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Tag 9 - Wocheneinkauf und Einbruch ins Auto

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Der Wochenbeginn heute zeigt sich wettermäßig von seiner besten Seite zum Radeln, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Dementsprechend fuhren die Kinder wieder selbst mit dem Fahrrad zum Kindergarten, wohin ich sie mit dem Lastenrad begleitete. Anschließend fuhr ich weiter nach Gunzenhausen, um den Wocheneinkauf zu erledigen. Feste Anlaufstellen sind dabei der Käsladen in der Nähe der Kirche sowie der Naturkostladen "MundArt" an der Kreuzung Richtung Weißenburger Straße. Dabei liegt ein entscheidender Vorteil des Fahrrades gegenüber dem Auto darin, dass man meistens direkt vor dem Ladeneingang einen Stellplatz für das Rad findet und einem so die lästige Parkplatzsuche inklusive Parkscheinlösung erspart bleibt. Kaum waren die Einkäufe daheim verräumt, bekam ich einen Anruf von einer Nachbarin, die mich um Hilfe bat, da ihr Mann ihr Auto verschlossen hatte, in dem sich ihr Schlüssel befand. Da mir als Stadtradeln-Star lediglich verboten ist, in ein Auto zu steigen - also es kein Verbot gibt, ein abgeschlossenes Auto aufzubrechen - konnte ich meine Hilfe anbieten. Ich holte einen Draht aus der Werkstatt und schwang mich auf meinen Drahtesel. Der Draht diente dazu, durch einen Spalt an der Autotür die Fensterkurbel zu betätigen, sodass man durch das so geöffnete Fenster an den Schlüssel herankam. Im Anschluss an die erfolgreiche Hilfsaktion musste ich noch zweimal nach Laubenzedel radeln, um die Kinder vom Kindergarten abzuholen: den Sohn bereits zum Mittagessen und die Tochter erst nachmittags nach Ende des Vorschulprogramms.

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Tag 8 - Brezen-Aktion bei der Bäckerei Kleeberger

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Heute, am achten Tag des Gunzenhäuser Stadtradeln-Zeitraums, fand die traditionelle Brezen-Aktion bei der Bäckerei Kleeberger statt. Von 9 bis 11Uhr wurden von Frau Pappler und mir am Eingang der Bäckerei Kleeberger in der Nürnberger Straße Gratis-Brezen an alle verteilt, die ihre sonntägliche Fahrt zum Bäcker nicht mit dem Auto, sondern dem Drahtesel zurückgelegt haben. Mit dieser Aktion sollte nicht nur auf das Stadtradeln in Gunzenhausen aufmerksam gemacht werden, sondern auch dafür sensibilisiert werden, dass für kurze Strecken z.B. zum Bäcker auch aus ökologischen Gründen besser das Fahrrad genutzt werden sollte. Auch wenn die Vielzahl der am Parkplatz rangierenden SUVs deprimierend wirkte, konnten dennoch etliche Radfahrer für ihr Abstrampeln am Sonntagmorgen mit dem leckeren Laugengebäck belohnt werden. Auch meine ganze Familie kam später noch mit dem Lastenrad vorbei und freute sich über die kostenlosen frischen Brezen.

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Tag 7 - Bahnfahrt mit Fahrrad...

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Am heutigen Samstag beschlossen wir mit der Bahn in die Oberpfalz zu reisen, um an einer Geburtstagsfeier teilzunehmen. Um von Gunzenhausen ins ca. 100 km entfernte Batzhausen zu gelangen, sind leider drei Umstiege nötig. Wenn man alleine unterwegs und einigermaßen rüstig ist, mag eine derartige Bahnfahrt mit Fahrradmitnahme zwar anstrengend aber machbar sein. Fährt allerdings eine fünfköpfige Familie, wobei zwei Kinder im Alter von 4 bzw. 5 Jahren ihre eigenen Fahrräder dabei haben und ein zweijähriges Kind im Kindersitz am Lenker mitgenommen werden muss, dann wird die ganze Sache zur stressigen Tortur, vor allem dann, wenn der Umstieg von einem zum anderen Gleis nicht barrierefrei ist. So musste schon der erste Umstieg in Pleinfeld minutiös durchgeplant und das genaue Prozedere im Vorfeld besprochen werden, um den Anschlusszug nicht zu verpassen: Der Zug hält an, meine Frau steigt mit den Kindern aus, ich wuchte die 4 Räder aus dem Zug, die Räder werden bis zur Treppe geschoben, meine Frau geht schon mal mit den Kindern zum anderen Gleis, ich trage die Räder derweil die Treppe herunter und auf der anderen Seite wieder die Treppe rauf und schließlich müssen alle Räder noch ins richtige Zugabteil gebracht werden. Und das alles noch mit Mundschutzmasken. Doch zum Glück waren vielleicht auch coronabedingt nicht allzu viele Bahn-Reisende unterwegs und die Bahnmitarbeiter sehr hilfsbereit beim Einladen der Räder. Auch die Radtouren von Büchelberg bis zum Gunzenhäuser Bahnhof sowie vom Bahnhof in Batzhausen bis zum Ziel waren äußerst angenehm. Im Großen und Ganzen bin ich damit zufrieden, die Reise ohne verpassten Zug oder längere Wartezeiten geschafft zu haben. Außerdem bin ich um die Erfahrung reicher geworden, dass ein Familienausflug mit der Bahn im Grunde sehr entspannend sein kann, aber mit zusätzlichen Fahrrädern mühseliger als gedacht.

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Tag 6 - Bestes Radelwetter

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Am heutigen Freitag verlief alles reibungslos: Nach der Fahrt zum Kindergarten fuhr ich weiter über Sinderlach nach Gunzenhausen, um Baumaterialien zu besorgen. Mittags holte ich die Kinder wieder vom KiGa ab und nachmittags fuhr ich ein zweites Mal nach Gunzenhausen. Heute wurde außerdem noch die Restmülltonne geleert. Da unser Haus am Dorfrand relativ weit abseits der Straße liegt, an der die Müllabfuhr entlang fährt, schwinge ich mich meistens auch für solch kleinere Ministrecken aufs Fahrrad und ziehe die zu leerenden Tonnen an einer Hand hinter mir her. Derartige "Radtouren" werden meiner Meinung nach aber nur dann gemacht, wenn das Fahrrad schnell griffbereit in der Garage steht und nicht erst aus dem letzten Eck womöglich noch über eine Treppe geschleppt werden muss, bis es los gehen kann.

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Tag 5 - Wieder mal vom Regen erwischt...

Image Ecrit le 02.07.2020 de Markus Diepold
Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Der Tag beginnt mit der Hoffnung, dass die angekündigten Regenschauer erst am späten Nachmittag oder Abend kommen. Um acht Uhr war auch noch die Sonne am Himmel zu sehen, sodass die Kinder motiviert selbst ihre Fahrräder sattelten und ich sie mit dem Lastenrad zum Kindergarten begleitete. Gerade innerhalb der Ortschaften gestaltet sich eine Fahrradfahrt mit Kindern etwas umständlicher, wenn auf den Gehwegen, die zum Teil auch als Radweg zu benutzen sind, die zu leerenden Mülltonnen abgestellt sind, die dann im Slalom umfahren werden müssen. Doch auch das war am heutigen Donnerstag, an dem die grüne Papiertonne dran war, machbar. Kurz bevor wir den Kindergarten "Storchennest" in Laubenzedel erreicht hatten, hörten wir bereits die Störche klappern, deren Nest sich auf einem alten Haus neben der Kirche befindet, sodass ich es mir nicht nehmen ließ, einen kurzen Stopp für ein paar Fotoaufnahmen zu machen. Im Anschluss ging es weiter zum Wochenmarkt am Gunzenhäusener Marktplatz, der jeden Donnerstag stattfindet. Auf der Rückfahrt zog sich der blaue Himmel relativ rasch zu, sodass ich auf dem Lastenrad das Regenverdeck zum Schutz für die jüngste Tochter montierte. Kurz vor der Ankunft zu Hause kam ein Gewitter mit heftigem Regen auf, sodass ich patschnass diese Radtour beendete.

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Tag 4 - Der große Lastenrad-Vergleich

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Am vierten Tag der Gunzenhäuser Stadtradeln-Aktion habe ich mir vorgenommen, einen Vergleich zwischen zwei unterschiedlichen Lastenrädern vorzunehmen. Doch vormittags musste zunächst das Pflichtprogramm absolviert werden, sprich die Beförderung der Kinder zum Kindergarten frühmorgens sowie die Abholung am Mittag. Dazwischen erledigte ich die Gartenarbeit und setzte unter anderem eine neue Brennnessel-Jauche zur Tomatendüngung an. Da bei uns im Grundstück weit und breit so gut wie keine Brennnesseln wachsen, bin ich mit dem Lastenrad zum Eichenberger Weiher gefahren, um dort eine Ladung Brennnesseln zu ernten.
Nachmittags bin ich mit der ganzen Familie zum Marktplatz in Gunzenhausen geradelt, um das neu von der Stadt angeschaffte Babboe-Lastenrad für eine kleine Testfahrt um den Altmühlsee auszuleihen. Im Großen und Ganzen war unsere Familie mit dem dreirädrigen Lastenrad zufrieden, wobei es sich im Vergleich zum zweirädrigem Lastenrad von UrbanArrow nicht ganz so spritzig fahren ließ trotz des sogenannten Carving-Mechanismus, durch den sich die Transportbox flexibel mit in die Kurven bewegt. Der entscheidende Vorteil eines dreirädrigen Lastenrad ist aber sicherlich das höhere Sicherheitsgefühl, da das Rad im Gegensatz zur zweirädrigen Konkurrenz eigentlich nicht umfallen kann, was gerade beim Kindertransport eine große Rolle spielen kann. Die Probefahrt mit dem stadteigenen Babboe-Lastenrad führte entlang des Altmühlsees mit einer Zwischenstation am Abenteuerspielplatz in Wald und erstreckte sich auf eine Länge von 10 Kilometern. Mein Dank gilt Frau Tschech von der Stadtverwaltung Gunzenhausen, die mir diese interessante Probefahrt ermöglicht hat.

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Tag 3 - Alltag ohne Probleme

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Nach zwei eher problematischen Tagen kann der heutige Dienstag keine besonderen Vorkommnisse aufweisen. Die Kinder wurden frühmorgens zum Kindergarten begleitet, wobei die zwei älteren wieder einmal sehr motiviert eigene Kilometer für unser Team gesammelt haben und ich die jüngste im Kindersitz vorne am Lenker meines Fahrrades beförderte. Die werktägliche Fahrt zum Kindergarten geht meistens relativ entspannt über die Bühne. Bei zwei Fahrradfahrern im Alter von 4 bzw. 5 Jahren gehört es allerdings dazu, diese immer wieder auf das Rechtsfahrgebot hinzuweisen und ständig eingeforderte Wettrennen auf ein notwendiges Maß zu beschränken.
Im weiteren Verlauf des Tages radelte ich zusammen mit meiner Frau nach Gunzenhausen, um dort Einkäufe zu erledigen. Gegen Mittag holte ich die Kinder wieder vom KiGa ab. Dabei war erneut festzustellen, dass die Fahrt nach Hause besonders für Kinder beschwerlicher ist, da wie der Ortsname Büchelberg bereits andeutet, es nicht nur ebene Landschaften sondern auch gewisse Steigungen zu überwinden gilt. Doch zum Glück befindet sich genau mittig zwischen den Dörfern Laubenzedel und Büchelberg eine Bank, auf der wir uns eine Pause gönnten...

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Tag 2 - Alltag mit Schwierigkeiten

Image Ecrit le 29.06.2020 de Markus Diepold
Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Nachdem unsere erste Stadtradel-Tour mit einer Panne zu Ende ging, habe ich mir vorgenommen, am heutigen Montag das Lastenrad zum Radsport Gruber in Gunzenhausen zu bringen, um dort einen neuen Schlauch am Hinterrad anbringen zu lassen. Für die Strecke bis dorthin habe ich provisorisch einen passenden "Zwei-Enden-Schlauch" montiert, da mir die Demontage des Hinterrads mit der stufenlosen Nuvinci-Schaltung zu kompliziert erschien. Als ich die Kinder mit ihren Fahrrädern zum Kindergarten begleitete, merkte ich bereits, dass das Hinterrad nicht ganz so rund lief wie mit einem normalen Schlauch. Auf halber Strecke nach Gunzenhausen hörte ich dann ein Zischen und die Luft im Hinterrad war erneut draußen. Die Reparatur des Schlauches scheiterte dann auch noch an der Größe des Lochs im Schlauch, da ich den letzten größeren Flicken bereits Wochen zuvor für die Reparatur des Schubkarrenrades aufgebraucht hatte. Unter normalen Bedingungen wäre es mir jetzt zu viel gewesen und ich hätte das Lastenrad auf einen Anhänger geschnallt und mit dem Pkw zum Ziel befördert. Aber da man als Stadtradeln-Star ja kein Auto von innen sehen darf, beschloss ich kurzerhand die übrige Strecke bis zur Fahrradwerkstatt zu schieben. Endlich angekommen stellte ich fest, dass ich nicht der einzige bin, der sein Fahrrad reparieren lassen will. Dies bedeutete, dass ich das Lastenrad erst nachmittags ab 15 Uhr wieder abholen konnte. Doch zum Glück im Unglück musste meine Frau heute vormittag nicht zur Arbeit fahren und konnte dadurch unsere zweijährige Tochter abholen, die mich dann auf meinem Heimweg per pedes nicht begleiten musste. Kaum daheim war es dann schon Zeit, Ferdinand vom Kindergarten abzuholen. Diesmal begleitete ich ihn mit meinem "normalen" Fahrrad und gemeinsam sammelten wir vier Kilometer auf unser Teamkonto. Dasselbe Prozedere gab es dann zwei Stunden später, als ich Antonia von der Kiga-Vorschule abholte. Die letzte "Radel-Aktion" des Tages war die Abholung des Lastenrads, mit dem ich das normale Fahrrad auf dem Rückweg mit transportierte.
Alles in Allem ein etwas holpriger Start in eine neue Alltagswoche....

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Tag 1 - Start mit Panne

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Equipe: Radlradler
Commune: Gunzenhausen

Heute, zu Beginn des Stadtradelns, wollten wir, weil infolge der Corona-Pandemie in Gunzenhausen nicht wie sonst eine öffentliche Auftaktveranstaltung stattfand, zumindest eine kleine Tour durch die Natur machen. Nach einem leckeren Mittagessen im Gasthof Eichelgarten in Büchelberg fuhren wir bei Nieselregen los Richtung Altmühlüberleiter. Nachdem das Regenverdeck des Lastenrads montiert war hörte es umgehend wieder auf zu regnen, sodass nach erneuter Demontage des Verdecks die Kinder die restliche Radtour wieder im "Cabrio-Feeling" genießen konnten. Geplant war es, ein paar Spielplätze entlang des Altmühlüberleiters abzuklappern. Wir fuhren über Ornbau bis ins 15 Kilometer entfernte Triesdorf und mussten auf dem Rückweg leider feststellen, dass der Hinterreifen des Lastenrads Luft verliert. So wurde die Heimfahrt etwas zäher, weil alle 2 Kilometer aufgepumpt werden musste. Zum Glück schafften wir es auf diese Weise noch bis nach Hause. Neuer Rekord: Schon der erste Tag des Stadtradelns beginnt mit einer Panne...
Ärgerlich ist, dass dieses Jahr die Stadtradeln-App auf meinem Tablet, das mittlerweile schon 6 Jahre alt ist, aufgrund eines veralteten Betriebssystems (Androidversion 4.3) nicht mehr funktioniert. Den Verantwortlichen sollte bewusst sein, dass Klimaschutz nicht erst damit beginnt, immer wieder neue Geräte kaufen zu müssen, sondern Altes so lange wie möglich zu benutzen.

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