STADTRADELN-Star Blog: Fellbach


Viel gefahren und viel erlebt...

Ecrit le 26.07.2020 de Aaron Baufeld
Equipe: volldAMF
Commune: Fellbach

...in den 3 Wochen ohne Auto.
Die Zeit als Stadtradelstar war voller Erlebnisse, positive wie negative, hat sich für mich aber definitiv gelohnt.
In den unzähligen Stunden, die ich während den über 1000 Radkilometern auf dem Fahrrad saß, habe ich einige gefährliche Situationen erlebt und bin froh, dass nix passiert ist. So manch einer würde jetzt bestimmt sagen, dass das Risiko als Radfahrer doch viel zu hoch ist, und man deshalb lieber Auto fährt.
Das kann aber nicht die Lösung sein. Wer mehr Fahrrad fährt lernt es auch mit vielen Situationen viel besser umzugehen und gelassener zu reagieren. Deshalb einfach mal klein anfangen und dann immer mehr an das Fahrrad gewöhnen.
Außerdem war das Ziel ja auch, das Auto einfach mal 3 Wochen stehen zu lassen. Hätte ich in diesem Zeitraum nur die Fahrten, die ich sonst mit dem Auto mache, durch das Rad ersetzt, dann wäre es gut machbar gewesen. Der Ehrgeiz, in diesem Zeitraum möglichst viel Kilometer auf dem Rad zu sitzen, hat die die Zeit auch anstrengend werden lassen. Dennoch hatte ich sehr viel Spaß und habe viel neues entdeckt und einfach die Natur genießen können. Und auf sein Umfeld hat man einen gewissen Einfluss, wenn man sagt, dass man mit dem Fahrrad kommt, weil man gerade nicht mit dem Auto fahren darf. Man bekommt neben mut machenden Worten durchaus auch Unterstützung :-)

Bei mir hat der Zeitraum auf jeden Fall einige Gedanken losgetreten und ich will versuchen in Zukunft noch öfters auf das Auto zu verzichten.
Hierzu werde ich nach einem Fahrradanhänger schauen um auch mal größere Besorgungen mit dem Fahrrad machen zu können.
Ich muss jedoch auch gestehen, dass ich aktuell auf den Komfort des eigenen Autos noch nicht dauerhaft verzichten möchte. Es gibt doch einige Termine, die mit dem Auto deutlich einfacher zu managen sind - eine Hochzeit zum Beispiel.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Zeit als Stadtradelstar sehr viel Spaß gemacht hat und ich schon am Überlegen bin wann der nächste Zeitraum sein wird, in dem ich mal wieder auf das Auto verzichten möchte.
Außerdem werde ich weiterhin mein Umfeld motivieren im täglichen Leben das Fahrrad als Verkehrsmittel zu wählen. Es bringt einfach so viele Vorteile mit sich ;-)

Um noch mehr Personen von Autofahrern zu Radfahrern zu machen, wünsche ich mir jedoch auch von den Kommunen mehr aktive Arbeit. Der Radfahrer will sich bewegen und nicht an Ampeln stehen um Straßen überqueren zu müssen. Da findet er dann andere Wege die Ampeln zu umgehen. Und genau dieses Konfliktpotenzial mit Autofahrern muss nicht sein. Schafft durch sinnvolle Routenführungen attraktive Radwege. Diese werden dann auch genutzt und verhelfen so auch dazu die ewigen Autoschlangen aus Innenstädten rauszubekommen und das Parkplatzproblem kleiner werden zu lassen.


Vielen Dank an alle, die mich in dieser Zeit unterstützt haben oder mal mit mir geradelt sind.
Ich wünsche allen Radlern weiterhin allzeit gute Fahrt und immer genug Luft im Reifen.
Gerne tausche ich mich auch in der Zukunft mit Radelnden, Autofahrern, Planern, etc.... aus um das Miteinander auf deutschen Verkehrswegen zu fördern.

Viele Grüße
euer Aaron Baufeld

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So, was war jetzt die letzten drei Wochen anders als sonst?

Image Ecrit le 26.07.2020 de Ruth Dipper
Equipe: EmK FellbachCannstatt
Commune: Fellbach

Einmal gab es diesmal eine Nulltoleranz gegenüber dem Auto. Denn normalerweise können wir, wenn unsere normalen Optionen nicht so wirklich passen, auf Stadtmobil zurückgreifen, bei Freunden mitfahren oder ein Auto bei Freunden ausleihen.

In Zeiten von Corona gab es nicht so viele Anlässe, wo wir irgendwo in die Walachei hätten kommen müssen, wo man weder mit dem ÖPNV hin kommt noch wirklich mit dem Fahrrad. Aber plötzlich wirklich nicht zu dürfen war neu.

Die andere und interessantere Seite ist, dass wir ganz bewusst mehr Fahrrad gefahren sind und unseren Aktionsradius massiv erweitert haben. Vorher waren wir vor allem zu Fuß unterwegs, für längere Strecken nutzten wir die Bahn. Das Fahrrad kam schon hin und wieder aus dem Keller und das war auch immer schön, aber jetzt sind wir fast täglich damit unterwegs gewesen. Sehr oft zu für uns neuen Orten.

Auf Instagram gab es ja fast täglich Updates zu den vielen kindertauglichen Zielen, die wir in unserer Umgebung besucht haben. Die Strecken, die wir dabei gefahren sind, haben wir auch schon angefangen über komoot zu teilen. Der Unterschied zwischen Ruckelpiste oder direkt neben Autoabgasen fahren und einem wunderschönen Feldweg sind manchmal nur hundert Meter, aber wenn man es nicht weiß, weiß man es halt nicht und komoot optimiert teils seltsam. Auch bei von anderen Radfahrern empfohlenen Routen fragt man sich manchmal, was die sich wohl dabei gedacht haben mögen. In den nächsten Tagen und Wochen werden das sicher noch mehr werden, aber das dauert ein bisschen, denn teils muss man schon sehr genau hinschauen, dass wirklich die Strecke markiert ist, die wir empfehlen wollen und am besten die ganze Strecke nochmal fahren.

Mein persönliches Lowlight der letzten Wochen ist ganz klar der Kreisel hinten an der Bühlstraße/Bruckstraße in der Nähe der Zeppelinschule. Der Weg Richtung Norden ist da mit den Autos geführt, der Weg Richtung Süden mit den Fußgängern. Da bin ich in der ersten Woche im Kreisel überholt worden, in der zweiten Woche waren unter der Brücke von Norden kommend so viele Scherben, dass mit Anhänger wirklich keine Chance war, ihnen auszuweichen (Reifen haben es aber alle überlebt). Und was diese seltsame Abschrägung der Gehwegkante an dem Zebrastreifen soll weiß ich auch nicht. In der dritten Woche dann als ich Richtung Norden hinter meinem Mann gefahren bin (er hatte den Anhänger mit Kind), meinte irgendein Idiot, man könne da mit vielleicht ner Armlänge Abstand in der Einfahrt in den Kreisel überholen und (wer es nicht weiß, da hört der „Schutzstreifen“ einfach auf) meinem Mann den Weg abschneiden. Kurz: diesen Kreisel werde ich künftig nach Möglichkeit meiden. Blöd, wenn man von der Zeppelinschule zum Loop will, aber lebendig und ohne Platten ankommen ist schon nicht zu unterschätzen. Insgesamt ist Fahren innerorts oft unangenehm oder zumindest gewöhnungsbedürftig. Zwischen Straßenverkehr, parkenden Autos und Ausfahrten merkt man schon wirklich oft, dass man mit 20-30 km/h eigentlich zu langsam ist für den fließenden Verkehr und es viele Stellen gibt, wo plötzlich eine Gefahrenquelle auftaucht und man hat schlicht keine Knautschzone. Ein bisschen bin ich da schon im Zusammenhang mit der Begleitung von Kindern drauf eingegangen, aber erst gestern wieder wurde mir der Unterschied zwischen dem (wunderwunderwunderschönen) Remstalradweg und dann den Wegen im normalen Straßenverkehr neu bewusst. Radwege und Schutzstreifen hören auch gern plötzlich auf oder sind zugeparkt.
Mir ist auch immer noch nicht ganz klar, wie es zum Beispiel gedacht ist als Fahrrad von der Fahrradstraße Höhe Bahnhof auf die andere Seite zu dem Feldweg nach Schmiden und wieder zurück zu kommen. Da ist irgendwie nichts so richtig schön. Also, geht schon. Aber von der Fahrradstraße in der Eisenbahnstraße plötzlich wieder im normalen Straßenverkehr mitzufließen ist eine eher große Fallhöhe und wirkt einfach völlig undurchdacht (auch wenn das sicher kein triviales Problem ist). Vielleicht wird es auch schon besser, wenn die Baustelle dort weg ist.

Highlights gab es viele. Der Remstal-Radweg gehört sicherlich dazu, ansonsten verweise ich da auf Instagram. Auch wie oft ich mit Kopfweh aufs Fahrrad aufgestiegen bin und kurze Zeit später waren sie weggepustet. Wie ich mittlerweile den größten Teil auch längerer Strecken ohne Strom fahre und trotzdem schnell bin. Wie wir hier langsam das Radwegenetz kennengelernt haben und bei der Uhrzeit völlig unabhängig von anderen einfach losfahren konnten und wann wir ankommen rein an uns hängt. Ich war auch positiv überrascht, dass man mit dem Anhänger doch fast überall durchkommt. Die eine Stelle, an der wir vorher schon oft vorbei gefahren sind vor dem Spielplatz grob am Raiffeisenplatz und an so manchem Spielplatz die Zugangsschranken (Mozartstraße zum Beispiel) waren die einzigen, die wirklich nicht gingen. Bei einigen anderen ist es eng, aber machbar reicht ja aus.

Was nehmen wir als Familie mit? Einkaufen werden wir weiterhin im Normalfall zu Fuß, Homeoffice grade ist auch nichts zum groß Wege zurücklegen und viele unserer wöchentlichen Aktivitäten sind fußläufig ganz wunderbar zu erreichen, schließlich ist unser Leben darauf eingerichtet eben kein Auto zu haben. Aber für viele andere Dinge, wo wir bisher vielleicht erst gar nicht auf die Idee kamen oder uns über den VVS aufgeregt haben werden wir sicher öfter das Fahrrad hernehmen. Auch bei Bürobesuch ist das Fahrrad ähnlich schnell wie die Bahn und man hat seinen Sport schon gemacht.

Die Idee, Menschen bewusst für drei Wochen aufs Auto verzichten lassen, finde ich sehr gut und möchte das fürs nächste Jahr auch mal unserem Kommunalparlament ans Herz legen. Drei Wochen sind zwar nicht lang genug, um sich wirklich neue Gewohnheiten anzueignen, aber es ist lang genug, um zu lernen, dass das Auto nicht normal sein muss und dass es wirklich oft gute Lösungen ohne gibt. Bei vielen Strecken, wenn man den Parksuchverkehr und zählfließenden Verkehr mit einrechnet, ist das Fahrrad im Stuttgarter Raum auch nicht merklich langsamer als das Auto, teils sogar schneller. Man muss nur Strecken finden, bei denen man keine Sorge haben muss, als Kühlerfigur zu enden.

Insgesamt würde ich mir von Seiten der Politik mehr Mut wünschen. Dass zum Beispiel autofreie Viertel genau das werden: autofreie Viertel. Das ist nicht für jeden was, der Arbeitsplatz muss zum Beispiel ohne Auto erreichbar sein, man muss bereit sein, mindestens bei Glatteis auf die Bahn auszuweichen, eine gewisse Leidensfähigkeit und Kompromissbereitschaft gehört sicherlich auch teils dazu. Aber bei einem neu zu bauenden Viertel kann man meines Erachtens genug Leute finden, die sich gern an einem gut an den ÖPNV und das Radwegenetz angebundenen Ort bewusst ohne Auto ansiedeln.

Wie dem auch sei, wir als Familie haben die drei Wochen bewusst Fahrrad fahren auf jeden Fall genossen. Mal sehen, wie weit in den Herbst rein das Fahrrad unser Standardtransportmittel bleibt.

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Woche 2 - Regentage und schwere Beine

Image Ecrit le 19.07.2020 de Aaron Baufeld
Equipe: volldAMF
Commune: Fellbach

Auch diese Woche war ich wieder viele Kilometer auf Radwegen und Straßen unterwegs. Auch ich merke inzwischen die vielen Kilometer in meinen Beinen und würde manchmal gerne bequem im Auto sitzen, aber beim Stadtradeln wird das Auto stehen gelassen!

Mein höchstes Hoch und vermutlich auch mein tiefstes Tief diese Woche waren am Freitag Nachmittag. Hatte am Freitag ein bisschen früher Feierabend gemacht und eine neue Route ausprobiert - durchs Neckartal und Murrtal über Backnang wieder nach Hause. Im Neckartal bin ich an mehreren hundert Metern Blechlawine vorbeigeradelt und hatte einfach freie Fahrt. Das war für mich ein Glücksgefühl und eine Bestätigung warum es sich lohnen kann aufs Fahrrad zu sitzen.
Auf der gleichen Radtour musste ich aber auch mal wieder über Landstraße und Buckelpiste radeln, weil der Radweg einfach so aufgehört hat. Das sind dann wieder so Momente wo man sich überlegt warum man eigentlich versucht Strecken mit dem Rad zurückzulegen.
Dennoch war die Radtour im Gesamten sehr schön. :-)

Angefangen hat meine Woche übrigens damit, dass ich mir überlegen musste, wie denn der neue Balkonstuhl vom Möbelhaus zu mir nach Hause kommt. Aber als erfahrener Radfahrer findet man auch für diesen Transport eine Lösung ;-)

Mittwoch und Donnerstag waren sehr verregnet, weshalb ich die Tage einfach mal genutzt habe um ein bisschen Pause zu machen und abends anstatt nochmal radeln zu gehen ein paar andere Dinge zu erledigen. Den Arbeitsweg habe ich trotzdem mit dem Rad zurückgelegt - wurde zwar nass, aber es gibt schlimmeres oder auch die Möglichkeit im Rucksack Wechselklamotten mitzunehmen.

Gestern und heute war ich im Kreis Böblingen unterwegs. Das war pure Radfahrerfreude. Man kann praktisch von Stuttgart-Vaihingen bis Herrenberg in einem Zug durchfahren (bis auf ein paar wenige Ampeln). Wo man vor Jahren noch keine Ahnung hatte, wie man durch Böblingen durchkommen soll, fährt man heute auf eigenen Radwegen oder gar Radschnellwegen. Es ist schön zu sehen, dass sich bei einigen Kommunen das Fahrrad inzwischen doch zu einem ernstgenommenen Verkehrsteilnehmer entwickelt (hat). Da könnte sich Stuttgart durchaus auch mal eine Scheibe abschneiden.

Auch diese Woche wünsche ich mir, dass wir es alle schaffen mehr Miteinander im deutschen Straßenverkehr hinzubekommen. Und da kann jeder seinen Teil dazu beitragen.

Ich wünsche euch allen weiterhin eine gute Fahrt und kommt immer wieder gesund zu Hause an. Bin gespannt, was die dritte Woche so mit sich bringt :-)

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Kinder: Übergang vom Mitfahren zum Selberfahren

Image Ecrit le 18.07.2020 de Ruth Dipper
Equipe: EmK FellbachCannstatt
Commune: Fellbach

Den Blogbeitrag hatte ich schon lange versprochen. Irgendwie hoffte ich noch auf die große Erkenntnis, aber vor allem hab ich weiter viele Fragen zur konkreten Umsetzung.

Bevor die Frage für gemeinsame Touren wirklich interessant ist, muss das Kind natürlich selbst sicher fahren können. Dafür eignet sich, wie auf Instagram schon erwähnt, der Guntram-Palm-Platz meines Erachtens ganz großartig. Vormittags kann man in Ruhe radeln lernen: aufsteigen, anfahren, bremsen, lenken, später dann schalten, absteigen. Nachmittags ist es super um Umsicht zu lernen, Ausweichen und allgemein Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern, ohne dass was so richtig Schlimmes passieren kann, falls es doch mal irgendwie schief geht.

Das Halten an Straßen, gucken, warten etc. lernen Kinder zu Fuß und mit dem Laufrad sowieso vorher schon, aber mit dem Fahrrad sind sie dann doch nochmal eine Ecke schneller. Wenn man selbst auch auf dem Fahrrad ist, kann man nicht mehr direkt eingreifen. Gerade an den mit Mäuerchen und Hecke eingerahmten Ausfahrten vor Häusern kann man da den ein oder anderen Herzinfakt bekommen. Fähnchen und Warnweste helfen da hoffentlich ein bisschen und bisher ging ja auch alles gut.

Theoretisch darf ein Erwachsener ein Kind auf dem Gehweg begleiten. Aber mit dem Anhänger wird man da durchaus öfter beschimpft als ohne eh schon, wenn man mit auf dem Gehweg ist, zu eng ist es auch oft. Kurz: so richtig praktikabel ist das irgendwie nicht.

Unsere Touren, an denen die Große selbst fährt, starten aktuell alle vom Rathaus/Lutherkirche. Oft über die Schwabenlandhalle und das F3 direkt in die Felder, da ist das alles kein Problem. Aber manchmal geht es eben Richtung Schmiden und Öffingen die Fahrradstraße entlang.

Und da ist auf der Straße nebenherfahren blöd. Immerhin sind wir da oft zu zweit und nur einer von uns hat den Anhänger, dann trifft man sich im Zweifel an der Ampel an der Post und wieder hinterm Bahnhof, da geht das. Aber wenn nur einer von uns mit beiden Kindern unterwegs ist, dann ist da eine Reihe geparkter Autos zwischen einem selbst und dem Kind. Im schlechtesten Fall kommt noch ein Auto von hinten, das die 8-10 km/h jetzt nicht so wirklich einsieht (versteh ich ja schon) und sobald "genug Platz" da ist um sich durchzudrücken wird man überholt. "Genug Platz" ist dabei natürlich sehr individuell. Dass man vom Kinderanhänger 2 m Abstand halten muss scheint noch nicht angekommen, aber auch die 1,5 m Abstand allgemein vom Fahrrad klappen nur so in 50 % der Fälle. Das ist nicht so richtig angenehm. Aber vorneraus fahren verunsichert eventuell das Kind und sich beeilen zum Hinterherkommen ist nie gut.

Dann bin ich auch weiterhin unsicher, ob sie die erste Hälfte der Strecke von der Stadtbahn bis zur Post auf der linken Seite fahren sollte, denn dort ist ein bisschen mehr Platz um Fußgängern auszuweichen und dort sind die ganzen Zebrastreifen und kein Spielplatz, wo man sich durchfädeln muss. Andererseits gibt es ja ein Rechtsfahrgebot und entsprechend erwarten Autofahrer so schnelle Verkehrsteilnehmer vor allem aus einer Richtung. Ich hab da noch kein Ergebnis, mit dem ich wirklich zufrieden bin.

Ich versuche jetzt meine Kinder auch zu Fuß an das Rechtsfahrgebot zu gewöhnen und achte da in diesem langsamen Tempo unterwegs immer wieder auf Gefahrenstellen, über die ich mit der Großen reden kann oder in der Situation warnen. Aber insgesamt hoffe ich, dass die Zeit einfach ohne Unfall schnell vorbeigeht.

Über weitergehende Tipps freue ich mich sehr!

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Woche 1 - super Wetter und viele Kilometer

Ecrit le 12.07.2020 de Aaron Baufeld
Equipe: volldAMF
Commune: Fellbach

Hallo zusammen,

die erste Woche Stadradeln und ohne Auto ist bereits rum. Aufgrund des schönen Wetters und wenigen persönlichen Terminen fiel es mir relativ leicht diese Woche auf das Auto zu verzichten. Die wenigen Besorgungen, die ich machen musste, haben alle super mit dem Fahrrad geklappt.
Kommende Woche wird es bestimmt deutlich interessanter, da ich ein paar Dinge im Programm stehen habe, für die ich sonst eher das Auto nehmen würde. Bin schon auf die Herausforderungen gespannt :-)

Dennoch hatte ich diese Woche auch einige Frustmomente. Am Montag war ich zum Beispiel mit dem Rennrad unterwegs. Auch mit dem Rennrad versuche ich möglichst viele Radwege zu nutzen. Dies ist jedoch oft sehr unkomfortabel oder aufgrund des Bodenbelags gar nicht möglich. Deshalb gibt es eben auch Abschnitte die man auf der Straße fährt. An einer Stelle, wo es stark und relativ lang bergauf geht, habe ich viele Autofahrer erlebt, die so knapp überholen, dass ich etwas Angst bekommen habe und mir überlegt habe wie ich mich besser schützen kann. Es gibt jedoch auch sehr viele Autofahrer, die auch auf Radfahrer achten.
Durch dieses Erlebnis und verschiedene Diskussionen im Kollegenkreis und auf Facebook frage ich mich, wie man in Zukunft im Straßenverkehr wieder respektvoller miteinander umgehen kann. Das ist sicher keine einfache Herausforderung, es wäre aber schön.
Hierfür kann sich jeder Radfahrer überlegen wie er den Autofahrern entgegenkommen kann und von den Autofahrern wünsche ich mir, dass sie einfach mal durchatmen und dem Radfahrer den benötigten Raum geben.

Hier ist der Dialog notwendig und auch einfach mal gute Radwege! Ich denke, dass man viele Situationen entschärfen könnte, wenn es mehr Radwege gäbe, die auch für Rennräder attraktiv sind. Das heißt, keine Schotterpiste oder Schlaglöcher, genug Platz um auch mal Tempo fahren zu können und andere Nutzer des Weges ungefährlich überholen zu können. Viele Teile des Remstalradweges wurden letztes Jahr überarbeitet und deutlich besser fahrbar. Diese Arbeit darf gerne fortgeführt werden.

Und wenn wir schon bei Radwegen sind, warum sind manche Radwege so geplant, dass man an der Routenführung zweifeln muss. So gesehen heute zwischen Freiberg und Benningen (Bild). Da geht der Radweg auf einmal über mehrere Kilometer auf der Verbindungsstraße zwischen den Ortschaften entlang. Dort liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 70 km/h. Für mich als Vielradler wäre das noch vertretbar, aber für Familien oder Gelegenheitsradler definitv ein No Go! Es gibt dort eine Möglichkeit nicht auf der Straße fahren zu müssen, aber ohne Mountainbike kommt man da leider nur schwer oder gar nicht voran.

Trotz der Frustmomente, das Positive am Rad fahren hat diese Woche doch deutlich mehr Gewicht.
Ich freue mich auf die kommenden zwei Wochen und werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass mehr Leute öfters aufs Rad steigen und das Auto mal stehen lassen. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und Motivation beim Radeln. Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Euer Aaron Baufeld

Update vom 19.07. inzwischen muss ich meine Aussage mit der Distanz, die man auf der Ortsverbindungsstraße zurücklegen muss etwas relativieren. Es gibt an Teilen der Strecke einen parallel verlaufenden Weg. Fakt ist aber trotzdem, ohne auf der Straße zu fahren kommt man dort nicht hin.

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ungeplante Abenteuer

Ecrit le 08.07.2020 de Ruth Dipper
Equipe: EmK FellbachCannstatt
Commune: Fellbach

Unfassbar, nach keine Ahnung wievielen Monaten komplett ohne Auto stand heute tatsächlich kurz im Raum, dass ein Auto jetzt wirklich praktisch wäre. Allein unterwegs (Kinder mit Papa auf dem Spielplatz nach dem ersten Drittel Weg geparkt), 15 km von Zuhause, keine Bahn in der Nähe, plötzlich einen Platten im Reifen mit dem 5 Tage alten Schlauch.

Joah.

Aber Ersatzschlauch, Werkzeug, Pumpe, alles dabei und eine Dreiviertelstunde später hatte ich dann meinen ersten Reifen gewechselt. Zwar mit Telefonjoker und Hilfe von ein paar Passanten bei Handgriffen, für die mir die Kraft fehlte (angefangen mit dem Öffnen vom Schnellverschluss. Nachdem der erste sehr freundliche Passant es auch nicht auf bekommen hatte, fühlte ich mich nicht mehr ganz so schwach), aber Ergebnis zählt. Und ich habe gelernt, irgendwann kommt tatsächlich ein Fahrradfahrer vorbei und fragt, ob er helfen kann. Da hatte ich dann den Mantel aber schon wieder fast drauf. Der neue Schlauch hat mich dann auch sicher nach Hause gebracht. Einkaufen, wie es eigentlich geplant war, war ich dann aber doch nicht mehr.

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Fellbach - eine Stadt der kurzen Wege

Image Ecrit le 07.07.2020 de Ruth Dipper
Equipe: EmK FellbachCannstatt
Commune: Fellbach

Vielleicht erleben andere das anders, aber für mich ist Fellbach seit ich wieder mehr mit dem Rad unterwegs bin eine Stadt der kurzen Wege geworden. Was verkehrsplanerisch eigentlich ganz großartig ist, schlägt sich nun allerdings deutlich in meinen Kilometern nieder :-D

Denn selbst die "längeren" Wege seit gestern, die ich nicht zu Fuß sondern mit dem Fahrrad unternommen habe, kommen bislang noch nicht auf 10 km insgesamt.

Auch unsere Ausflüge werden nicht auf die großen Strecken anderer kommen. Denn entweder sind die Kinder im Anhänger und da kann man natürlich toll gucken, aber bewegt haben sie sich davon trotzdem noch nicht, oder die Große fährt selbst und dann sind 10 km schon langsam eine Grenze und unterwegs muss auch was geboten sein.

Aber mein Ziel war ja nicht Kilometer reißen, sondern darüber reden, was man hier mit kleinen Kindern auf dem Rad unternehmen kann und was es so an Besonderheiten gibt, auf die es vielleicht zu achten gilt. Dabei bin ich sicherlich kein Experte, sondern gebe nur mein Erleben weiter.

Zum allgemeinen Fahren mit Kind in der Stadt werde ich bei Gelegenheit etwas sagen, jetzt stelle ich euch erstmal das FellbacherKugelschaf vor. Ihr seht es auf dem Bild, wir haben es auf unseren Touren jetzt immer dabei und es zeigt euch ein paar Eindrücke. Folgen könnt ihr den Abenteuern auf Instagram ( at FellbacherKugelschaf). Hier in diesem Blog werde ich dann aber auch jeweils Dinge zur Wegplanung weitergeben und wie gut ich es für ein Kind bzw. mit dem Anhänger zu bewältigen fand, da kommen ja noch ein paar Aspekte dazu, die in den Aussagen von komoot zu einer Strecke nicht unbedingt abgebildet werden.

Euch jetzt aber erstmal frohes Radeln!

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Es geht los!

Ecrit le 06.07.2020 de Aaron Baufeld
Equipe: volldAMF
Commune: Fellbach

Hallo liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler in Fellbach und Umgebung,

als es heute morgen geregnet hat dachte ich mir nur: super, so kann man richtig motiviert in das Stadtradeln starten, wenn man direkt die erste Fahrt durch den Regen machen muss.
Zum Glück ist es jetzt wieder trocken und die Fahrt in die Arbeit wird etwas entspannter.

Ich wünsche euch allen viel Spaß in den kommenden 3 Wochen, viele tolle Erlebnisse auf dem Fahrrad und die Motivation auch bei dem größten Regen das Auto stehen zu lassen.
Passt auf euch auf und bleibt gesund :-)


Euer Aaron Baufeld

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