STADTRADELN-Star Blog: Kleve im Kreis Kleve


Von 5-Zylindern, 2-Beinern, 3-Rädern, einspurigen ... und Elfern

Image Ecrit le 12.07.2020 de Gabor Klung
Equipe: Optik R Rambach+ Reintjes
Commune: Kleve im Kreis Kleve

Ich gebe zu, dass ich zeitlebens Benzin im Blut habe. Wie so ziemlich alle kleinen Jungen, die mit Siku-Autos gespielt haben, wollte ich diese später als "richtige" Autos fahren.
Im Ort stand damals ein Porsche 928 und der Chef meines Vaters fuhr einen Elfer - diese heisere Klang des sechszylindrigen, luftgekühlten (!) Boxermotors fasziniert mich bis heute.
Bleibende Erinnerungen.

Als Radrennfahrer ist man es gewohnt KEINEN einzigen Schritt zu Fuß zu gehen (falsche Muskulatur) - lieber nimmt man selbst für kürzeste Wege das Auto. Da ich aber - quasi als Trainingsersatz - ohnehin schon viele Alltagswege mit dem Rad absolviert hatte, fielen bei mir die drei Wochen ganz ohne Auto kaum ins Gewicht. Im Gegenteil - selbiges konnte ich um 2kg reduzieren, ohne auf etwas zu verzichten.

Nichtsdestotrotz freute ich mich nach den drei Wochen wieder darauf - bei nächster Gelegenheit - den sonor-brummenden 5-Zylinder meines Autos anzulassen und den satten, drehmoment-starken Vorwärtsschub, unterstützt vom leise-pfeifenden Turbinen-Gesäusel, zu spüren. Auch Autofahren spricht die Sinne an.

Das STADTRADELN war nicht ursächlich, hat aber einen großen Anteil daran, dass eine Entscheidung gefallen ist, die bei mir und meiner Frau schon länger Gesprächsgegenstand war: Brauchen wir jeder ein Auto?
Nein! Wir wollen unseren Zweitwagen abschaffen und durch ein Lastenrad ersetzen.

Bei der Suche nach einem adäquaten Modell - der sog. eierlegenden Wollmlichsau - reicht die Bandbreite vom nackten Hund bis zu Galama-Mitropa. Die Kardinalfrage beschränkte sich alsbald auf Drei-Rad oder einspurig. Mit oder ohne Unterstützung war in Anbetracht von drei Shortis und den Klever Innenstadtalpen fraglos entschieden. Die Sportler-Ehre rettend (und die schmalen Radwege Kleves kennend) versuchte ich noch für das einspurige Gefährt zu plädieren, aber gegen die Argumente Platzbedarf und Kippschutz fühlte ich ein wenig von Don Quijote.

Natürlich ist es jetzt meine Aufgabe, das Gefährt "zu besorgen". Gleiches gilt für ein möglicherweise größeres, weil nur noch ein-fach vorhandenes, Auto. Immerhin, auch wenn es gar nicht so einfach wird, einen 5-Zylinder mit größerem Blechkleid zu finden, kann ich dann über den Motor entscheiden.

Fazit:
Für ein Fahrrad mehr, bleibt nocht Platz.
Der 5-Zylinder bleibt - dieser kultivierte und drehfreudige Motorentyp ist meins.
Der Elfer bleibt ... ein Traum.

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21 Tage ohne Auto sind vorbei...

Ecrit le 09.07.2020 de Lena Ziems
Equipe: Speckies on Tour
Commune: Kleve im Kreis Kleve

.. und das viel einfacher als erwartet!

Ich bin immer noch verblüfft, wie schnell die Zeit verging. Als ich mich entschlossen habe, Stadtradel-Star zu werden, dachte ich noch:"Puh, das wird hart." Tatsächlich gab es aber nur wenige Situationen, in denen ich das Auto vorgezogen hätte.

So war es zum Beispiel nicht leicht, vier Kühltaschen für die von mir organisierte Paddeltour alleine zu transportieren. Auch der starke Wind, vor allem in der letzten Woche, in Verbindung mit meinem Muskelkater, der nie richtig die Chance hatte, zu verschwinden, hätten mich normalerweise wohl zu 1, 2 Fahrten mit dem Auto bewegt. Im Nachhinein bin ich aber nicht traurig darüber - offensichtlich habe ich es ja überlebt und kann mit dem Ergebnis zufrieden sein. :)

  • 912,3 geradelte km (Bei einem vorab gesetzten Ziel von 210 km gar nicht so übel, wie ich finde :D)
  • Grob geschätzt 120 EUR, die ich dadurch mit meinem alten Saab gespart habe
  • Um etwa 3 kg erleichtert, obwohl so einige Touren in der Pommesbude geendet haben
  • Und zu guter Letzt habe ich dadurch so einiges an CO2 vermieden und dadurch auch noch was Gutes für die Umwelt getan!

  • Ich denke, das Ganze hat sich also durchaus gelohnt.

    Seit Beginn dieser Woche bin ich übrigens, bis auf eine kurze Fahrt in die Werkstatt, noch immer ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs - die letzten drei Wochen haben mich also nicht davon abgeschreckt, mich direkt nochmal auf ein paar Tage ohne Auto einzulassen. :p

    Fazit:
    Es ist wirklich nicht schwer, das Auto häufiger mal durch das Fahrrad zu ersetzen. Ich denke, dass das fast jeder hin und wieder in seinem Alltag einbringen könnte und das würde schon jede Menge bringen. Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich das Auto zumindest in unserer ländlicheren Region nicht komplett missen wollen würde. Jeder, der hier lebt und mal auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war, weiß, dass diese hier einfach nicht immer eine Alternative sind. Eine gesunde Mischung aus Radfahren, ÖPNV und Autofahrten halte ich für eine gute Lösung, mit der man auf der einen Seite die Umwelt nicht zu sehr belastet, auf der anderen Seite aber trotzdem hin und wieder auf die Bequemlichkeit eines Autos zurückgreifen kann.

    Ich für meinen Teil werde es auf jeden Fall nach Möglichkeit weiterhin so oft wie möglich probieren, mich auf meine Fiets zu schwingen - sei es für einen Alltagsweg oder für eine kleine Tour zum reinen Vergnügen. :)

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    Das erste Stadtradeln für mich … aber sicherlich nicht das letzte

    Image Ecrit le 06.07.2020 de Christian Bomblat
    Equipe: #Stadt Kleve radelt
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    In der letzten Woche vom Stadtradeln 2020 gab es ein echtes Highlight. Zu dritt sind wir einige gute wie auch schwierige Kreuzungen angefahren. Wir haben uns die Stellen angesehen und gemeinsam darüber nachgedacht, wie die Situation der FahrradfahreInnen verbessert werden könnte.

    Wichtig ist festzustellen, dass es in den letzten Jahren sehr viele Verbesserungen in Kleve und Umgebung gegeben hat. Die Fahrradvorfahrt in der Steinstrasse/Flashbloem ist ein wirkliches Vorbild. So etwas wünsche ich mir auch auf der Ecke Brienerstraße/Sonnenweg. Luft nach oben ist also noch und die App RADar hilft Vorschläge zu machen und Probleme zu lösen.

    Vor der Erkundungsfahrt sind wir aber zuerst zum Fahrradhaus Daute gefahren und haben uns einen „Lastenesel“ ausgeliehen. 90 kg Gepäck kann man damit herumkutschieren. Dank E-motor geht das auch wirklich gut. Reihum fuhr jeder das Lastenrad und tauschten dazu unsere Räder untereinander. So kam ich in den Genuss, nicht nur meine treue Gazelle zu fahren, sondern auch eine Alu-KTM und ein kettenloses Designerrad.

    Es ist schon fantastisch welche Fortschritte das Fahrrad gemacht hat. Dabei war die Gazelle mit ihren 40 Jahre und drei Gängen die älteste und schwerste Fiets. Die KTM schätze ich so um die Nullerjahre. Mit ihrem Alu Rahmen war sie schön leicht und 8 Gänge machen einfach Spaß. Last but not least, sah das Designerrad ohne Kette nicht nur toll aus, es fuhr sich auch wie ein Traum. Drei Fietsen, drei Geschichten.

    Das erinnerte mich an die Geschichte, die mein Vater ab und an erzählte. Nach dem 2. Weltkrieg hat er sich aus Schrott ein Fahrrad zusammengeschustert, natürlich ohne Gangschaltung. Das größte Problem war damals, Mäntel und Schläuche aufzutreiben. Es gab ja nach dem Krieg nichts. Mit dem Drahtesel ist er dann die Kassler Berge hochgekraxelt, mit Gepäck.

    So verschieden die Räder sind, so unterschiedlich sind die Geschichten, die wir damit erleben. Aber drei ist sicher, Fahrradfahren ist gut für die Gesundheit, gut für die Umwelt … und es macht Spaß.

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    Unterm RADar ... oder auf dem Schirm?

    Image Ecrit le 04.07.2020 de Gabor Klung
    Equipe: Optik R Rambach+ Reintjes
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Jeder von uns kennt von seinen täglichen Wegen solche Ecken im Straßenverkehr, an denen es hapert. In diesem Jahr beteiligt sich Kleve erstmals an der Mängel-Meldeplattform RADar.

    Auf meinen Vorschlag hin traf ich mich mit Christian Bomblat (Klimaschutzmanager) und Pascale van Koeverden (Fahrradbeauftragte) für eine gemeinsame Radtour, bei der wir solche kritischen Punkte auf dem Stadtgebiet abfahren und so einen kleinen Mängelreport mitsamt Verbesserungsvorschlägen aufstellen wollten.

    Unser Weg führte uns vom Fahrradhaus Daute über den Breijpott direkt zur Kreuzung Kreuzhofstraße-Postdeich/Emmericher Straße - eine hoch frequentierte Strecke des täglichen Schülerverkehrs. Vor Ort nahmen wir jeweils die aktuell gültige Verkehrsregelung in Augenschein und erörterten Verbesserungsmöglichkeiten, z.B. der Ampelschaltung(en), der Radwegführung im Kreuzungsbereich bzw. der Einrichtung eines vorgezogenen Radaufstellbereichs.

    Unter dem Eindruck eines überaus lobenswerten Positivbeispiels - der Vorrangregelung für Radfahrer über die Steinstraße von Steenowe zu Flasbloem - fragten Christian (diesmal leider ohne den neuen Youtube-Star "die Gazelle"'' unterwegs) und ich uns, warum die gleiche Lösung nicht über die Briener Straße vom Sonnenweg zum Spoykanal möglich sei.

    Eine weitere sehr kritische Stelle - der Unfall letzte Woche bewies es erneut (https://t1p.de/0z6f) - ist die Einmündung vom Zubringer der Kalkarer Straße nach rechts auf den Klever Ring (B 9) in Richtung Uedemer Straße. Dort verläuft der in beide Richtungen zu befahrende Radweg parallel zur B 9 und genießt - wie im Übrigen auch der Autoverkehr auf der B 9 - Vorrang.
    Während unserer rund 10-minütigen Anwesenheit hielten sich nicht viele Autofahrer an die beidseitigen STOP-Schilder, sondern überfuhren diese und "tasteten" sich in den Einmündungsbereich vor, um dann mit dem Heck oder dem gesamten KfZ den Radweg komplett zu blockieren (siehe Foto oben & kleine Bilderstrecke unten).
    Hier könnte ein rotmarkierter und mit einem weißen Piktogramm versehener optischer Hinweis helfen - ansonsten bleibt den meisten wohl der Optikerbesuch (ich kenne da 'nen guten ;-)) oder die MPU nicht erspart. Letzteres aber nur, wenn die Ordnungskräfte sich 'mal zu 'ner Kontrolle durchringen und nicht bloß im Stadtrat von "Recht und Gesetz" palabern, sondern dieses auch kontrollieren und durchsetzen.

    Alle in Augenschein genommenen Mängel versuchen wir diese Tage noch bei RADar zu hinterlegen und so die Stadt Kleve bzw. die übergeordneten Straßenbaubehörden zum Handeln anzuregen.

    Zwischenfazit:
    Einiges ist schon geschafft - vieles steht noch aus, damit niemand mehr beim Anblick des Schilds "fahrradfreundiche Stadt" einen Lachanfall bekommt.
    Was wir tun können, ist diese Mängel laufend zu melden, entweder über www.radar.de oder das hauseigene Beschwerdemanagement: https://t1p.de/voem

    Kleine Leseanregung in diesem Zusammenhang: https://t1p.de/g6t8

    Kleiner Blick über die Grenze kann nie schaden:



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    ==Das Rad dreht sich immer weiter==

    Ecrit le 01.07.2020 de Christian Bomblat
    Equipe: #Stadt Kleve radelt
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Der Höhepunkt der zweiten Woche war eine „Fahrradtour“ zu der Fridays for Future-Kleve Veranstaltung … vor dem Rathaus. Es ging darum, an die Ausrufung des symbolischen Klimanotstandes vor einem Jahr zu erinnern. Also, die Anfahrt war sehr kurz, weil mein Büro im Rathaus ist (Raum 3.01), das Gespräch war höchst interessant und die alte Gazelle stand im BildMittelpunkt.





    FfF arbeitet nun schon eine ganze Weile dafür, den Klimawandel abzumildern. Und es gibt unzählige Ansätze, um sich klimaverträglicher zu verhalten. Einer ist, das Fahrrad zu nehmen, weil dadurch kein fossiler Brennstoff verbrannt wird, der dann als CO2 aus dem Auspuff kommt, sich wie eine zusätzliche Decke um den Globus legt und ihn immer weiter aufheizt.

    Ein weiterer Ansatz ist weniger wegzuschmeißen und wieder viel mehr zu reparieren. Und da ist sie wieder, die alte Gazelle. Das Rad ist wohl so aus den 80iger Jahren des vergangenen Jahrtausends. Immer recht gut gepflegt und repariert, läuft die Fiets auch heute noch super. Klar, es gibt Fahrräder die sehen schnittiger aus und haben x-Gänge. Die Frage ist nur, brauchen wir ständig das neueste Modell? HÖHER, WEITER, SCHNELLER, ist das noch zeitgemäß? Für jedes neue Produkt das wir kaufen, ist Energie notwendig und das bedeutet, es wird wieder etwas mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen. Wenn wir aber unsere Sachen reparieren, ist viel weniger Energie nötig.

    Ja, höher, weiter, schneller macht Sinn …

    wenn wir uns HÖHERE Klimaschutzziele setzen,
    viel WEITER denken, als nur bis morgen
    und SCHNELLER etwas für den Klimaschutz tun.

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    Zwei Wochen STADRADELN gingen wie im Flug vorbei.

    Ecrit le 01.07.2020 de Sarah Pullich
    Equipe: Hochschule Rhein-Waal
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Der Verzicht auf das Auto ist mir dabei relativ leicht gefallen, da ich generell lieber mit dem Rad, als mit dem Auto fahre. Nur bei längeren Strecken,
    oder sehr schlechtem Wetter, nutze ich mein Auto, verzichte aber derzeit auf diese Option.

    Wie am vergangenen Freitag wo ich mit dem Rad nach Goch gefahren bin und es sollte ein langer Abend werden. Als das erste Wetterleuchten am Himmel aufkam und es später auch donnerte, bekam ich das Angebot nach Hause gebracht zu werden. Das lehnte ich standhaft ab und beschloss unter genauer Beobachtung des Regenradars so lange zu bleiben, wie es aus Sicht des Wetters angebracht war. Nachdem ich noch einen sehr schönen Abend hatte, wurde ich lediglich auf den letzten 100 m nach Hause nass, was durchaus verträglich erschien.

    Nach gutem Wetter in Woche 1 und Traumwetter in Woche 2, heißt es jetzt in Woche drei Wind und Regen zu trotzen und nochmals Vollgas zu geben.

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    Woche 2

    Ecrit le 30.06.2020 de Lena Ziems
    Equipe: Speckies on Tour
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Ich kann es kaum glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Nun habe ich das Auto schon gut zwei Wochen stehen lassen und so einige Km auf dem Fahrrad zurückgelegt. Den Muskelkater, der inzwischen doch etwas meine Beine plagt, möchte ich euch an dieser Stelle nicht verschweigen - ich habe es am Wochenende wohl doch ein klein bisschen übertrieben ? Aber ich muss auch sagen, das war es absolut wert! Die Landschaft in der Gegend ist ein Traum und es ist immer wieder schön, diese auf meinen Touren mit Freunden und Familie zu erkunden. Die Zeit, die ich dabei mit meinen Liebsten verbringe und das Sportprogramm, das ich dann auch mal ohne schlechtes Gewissen auslassen kann, sind dabei dann noch zwei dicke Pluspunkte!

    Insgesamt kann ich bisher also sagen, dass das Radfahren, das ursprünglich nur als kleine Ergänzung zum Fitnessprogramm gedacht war, inzwischen auf jeden Fall wieder zu einem liebgewonnenen Hobby geworden ist, das obendrein super leicht in den Alltag integriert werden kann. Fahrten zur Arbeit, zu Freunden und zum Einkaufen sind schon fast selbstverständlich geworden und werden wohl, zumindest so lange das Wetter noch mitspielt, auch weiterhin fest zu meinem Alltag gehören. :)

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    2 Wochen = 10 Arbeitstage = 500km = 1 Plattfuß = kein Auto

    Image Ecrit le 29.06.2020 de Gabor Klung
    Equipe: Optik R Rambach+ Reintjes
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Zwei Wochen STADTRADELN mit "Verzicht" auf's Auto liegen nunmehr hinter mir.
    Habe ich wirklich verzichten müssen?

    Auch wenn ich es von den Radrennen gewöhnt bin, immer die gleiche Runde zu fahren, und auch mein Intervall-Training oft auf den gleichen Strecken verläuft, so besteht für mich doch die wahre Bestimmung und damit verbundene Freiheit des Fahrrads darin, Strecken von A nach B zu fahren. Aus Schulzeit und Studium kenne ich es auch nicht anders: Mein erstes eigenes Auto hatte ich erst mit 27.
    Die Fahrt mit dem Rad zur Arbeit ist bei mir demnach ein genussvoller und sinnvoller Nutzen und nicht notwendiges Übel.

    Während der ersten zwei Wochen hätte ich tatsächlich bloß zweimal das Auto gebraucht:

    1. Nach anderthalb Wochen gingen unsere Getränkevorräte zu neige und da ich meine schwangere Frau ungern bitten wollte Wasserkisten* zu kaufen, fragte ich kurzerhand bei der KiTa unserer kleinen Tochter an, ob ich mir nicht das Lastenrad dafür ausleihen dürfte. Die Kinder fanden es großartig und wollten die Bakfiets gleich behalten.
    2. Nach den (längeren) Lustfahrten des Wochenendes oder auch nach den härteren Trainingseinheiten mit den Vereinskollegen am Dienstagabend, wäre ich normalerweise am nächsten Morgen für den Arbeitsweg ins Auto gestiegen, anstatt erneut meine Beine zu massakrieren. Doch im Gegensatz zu einer dreiwöchigen Rundfahrt gibt es beim dreiwöchigen STADTRADELN keinen Ruhetag.

    (Zwischen-)Fazit:
    Ich hatte Glück mit dem Wetter, ich habe die Ausdauer und die Ausstattung für 50km Arbeitsweg, es gibt genügend Möglichkeiten, das Auto zu ersetzen - Verzicht sieht anders aus.
    Stellt sich die Frage: Brauche ich überhaupt ein Auto? Antwort folgt ... ;-)

    *Die Bezeichnung Wasserträger für einen Radfahrer, der im Radrennen für die starken Fahrer im Team Flaschen holt, war für mich je her ein Kompliment.

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    Kurz und flach - ein Wochenende mit dem Team "Optik R"

    Image Ecrit le 25.06.2020 de Gabor Klung
    Equipe: Optik R Rambach+ Reintjes
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Nachdem wir bereits am Montagabend den Auftakt des STADTRADELNS mit einer kurzweiligen Teamausfahrt abgefeiert hatten, lud unser Teamchef Klaus am letzten Wochenende zu zwei zünftigen Ausfahrten ein. Ich hatte mich auf kurz und flach eingestellt.

    Am Samstag ging's in fast vollständiger Teamstärke - Thomas fährt mit seinem Velomobil ja in einer anderen Liga - auf verschlungenen, hügeligen Wegen in Richtung Sonsbecker Schweiz. Als gebürtiger Sauerländer hielt ich mich mal für bergfest, nach fünf Jahren am Niederrhein bin ich aber zusehendst zum Flachland-Tiroler verkommen, so dass selbst die paar niederrheinischen Asphaltblasen mich mittlerweile gehörig ins Schwitzen bringen.
    Auf dem kurzen und flachen Rückweg von Xanten über Rees nach Kleve konnte ich dafür meine gesamte (Arbeitsweg-)Erfahrung ausspielen: 31er-Schnitt war für alle zufriedenstellend.

    Sonntags hieß es für mich dann schauen und staunen - einfach WAHNSINN wie die Holländer Radwege planen und bauen können.
    Nach kurzem Intermezzo durch's Emmericher Eyland, und über Red Lady nach Elten, hieß es von Babberich aus 25km auf einer perfekt ausgebauten Radschnellbahn nach Arnheim zu düsen, um weitere 25km auf einem ebenso gut ausgebauten Stück nach Nimwegen zu kommen.
    Da können sich unsere selbsternannten Verkehrs-Experten mal ordentlich was abgucken. Dagegen wirkt selbst unsere Europa-Radbahn wie ein lieb gemeinter Versuch aus Legoland.

    Der Rückweg durch den gelderländischen Gegenwind nötigte uns erneut zu einer disziplinerten Windstaffel - koffie en appeltaart met slagroom gaben aber genügend Durck auf's Pedal.
    Am Ende wurden es in Summe 250km: kurz und flach war immer schon Radlerlatein. ;-)

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    Woche 1

    Ecrit le 24.06.2020 de Lena Ziems
    Equipe: Speckies on Tour
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    So, die erste Woche auf der Fiets liegt hinter mir - und ich habe das Auto erstaunlich selten vermisst. Klar, manchmal wäre es bequemer und schneller gewesen, gerade wenn es um den Transport gewisser Sachen ging, aber insgesamt verlief die erste Woche sehr sehr positiv. Das Wetter hat größtenteils mitgespielt, auf dem Fahrrad entdecke ich auch nach 15 Jahren in Kleve noch neue Wege und Ecken, der Geldbeutel, der Körper und die Seele danken es einem und die Umwelt profitiert auch noch - es gibt also so viele Punkte, die absolut fürs Radeln sprechen! :)

    Nachdem ich letzte Woche unter anderem schon in Nijmegen, in Millingen und in Kevelaer gelandet bin, bin ich gespannt, wohin mich mein treues Rad in den nächsten Tagen begleiten wird.

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    Woche 1

    Ecrit le 22.06.2020 de Christian Bomblat
    Equipe: #Stadt Kleve radelt
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Die erste Woche ohne Auto ist vorbei. Das Fazit: Zweimal hat das Auto gefehlt. Einmal musste meine 80ig jährige Mutter nach eintägiger Bahnfahrt von Emmerich abgeholt werden und einmal stand der Wochen-einkauf an. Die Mutter in einem Bus zu transportieren war aus zwei Gründen nicht angebracht. Erstens fahren die Busse nicht sehr regelmäßig und zweites sollte eine 80ig jährige in Coronazeiten so wenig Kontakt zu Mitmenschen haben wie nur möglich. Also half eine Freundin und holte Sie mit dem Auto ab.

    Geradelt bin ich in der ersten Woche so um die 80 km … mehr als ich gedacht hatte. Dadurch, dass ich das Fahrrad genommen habe, habe ich 11 kg CO2 vermieden und gut für die Gesundheit war es auch. Also, voller Erfolg für mich und die Umwelt.

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    Start frei in die erste Woche!

    Image Ecrit le 22.06.2020 de Gabor Klung
    Equipe: Optik R Rambach+ Reintjes
    Commune: Kleve im Kreis Kleve

    Was macht man als Radrennfahrer, wenn auf absehbare Zeit keine Rennen stattfinden werden? Man sucht sich neue Herausforderungen!

    Schon länger mit dem Gedanken herumgetragen, sich mal als STADTRADEL-Star zu versuchen, genügten am Ende ein Gespräch mit Klaus Reintjes (2018er-Star) und die Bestätigung meiner Familie für die Entscheidung, in diesem Jahr wirklich ALLES mit dem Rad zu absolvieren. Die Aufnahme in Klaus' Team "Optik R Rambach + Reintjes" war dann für mich 'ne Ehrensache.

    Gleich am ersten Tag erwischte mich die Defekthexe auf dem neuen Radweg des Griether Deichs (laut Foto gibt's schlimmere Aussichten beim Schlauchwechsel) - die Stadt Kalkar hätte allerdings auch gerne bereits am Montagmorgen fegen dürfen. ;-)
    Auf dem Rückweg war dieser blitzeblank, sodass ich pünktlich zu Presse-, Foto- und Videotermin bei der Stadt Kleve zurück sein konnte.
    Abends noch 'ne kleine Teamausfahrt zum Auftakt - 111km auf dem Tacho: Reicht erstmal!

    Dienstag dann endlich Regen: Es nieselt auf dem Weg zur Arbeit - gibt kein schlechtes Wetter, bloß schlechte Kleidung. :-(
    Und weil die so gut bei mir ist, bin ich nach der Arbeit noch zum Vereinstraining. Zweiter Tag in Lycra brachte 147km auf's KM-Konto und die Rückbesinnung auf alte Rundfahrerqualitäten: Fahren, Essen, Schlafen – und am nächsten Tag alles wieder von vorne! Massage und Gymnastik sind überbewerteter Luxus.

    Mittwoch und Donnerstag habe ich mich dann jeweils auf meine 50km mdRzA beschränkt - schießlich wollte ich nur 1000km in den drei Wochen schaffen.
    Mal schauen, was das Wochenende so bringt - die Teamkollegen wollten zwei lockere Runden fahren ...

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