STADTRADELN-Star Blog: Ansbach


Antworten auf Interviewfragen

Image Ecrit le 10.07.2020 de Bernhard Schmid
Equipe: Sonnenblume
Commune: Ansbach

Heute bekam ich eine Mail mit Fragen zu Stadtradeln. Auszüge aus meinen Antworten passen auch ganz gut als Schlussworte in den Blog:

"Seit wann beteiligt sich Ansbach am Stadtradeln?"

1) Da die damalige OB Carda Seidel das Stadtradeln mit ins Leben gerufen hat, dürfte es wohl mit ihrem Amtsantritt 2008 oder 2009 in Ansbach etabliert worden sein. Ich selbst bin erst Ende 2010 von Karlsruhe nach Ansbach gezogen.

"Wissen Sie wie [viele] Menschen in Ansbach mitmachen?"

2) 2014 waren es 206 Teilnehmer*innen, dieses Jahr sind es 354. In den anderen Jahren dürften es auch 200 - 300 gewesen sein. Im Ranking der Bayerischen Kommunen belegen wir damit angesichts unserer Einwohnerzahl von fast 50.000 keinen besonders guten Platz.
https://www.stadtradeln.de/ergebnisse

"Seit wann und warum beteiligen Sie sich?"

3) Ich selbst bin Ortsverbandssprecher der Ansbacher Grünen und seit 2012 "Kapitän" des Team Sonnenblume, das sich um die Stadtratsfraktion der Ansbacher Grünen schart. Es macht einfach Spaß, selbst bewusster Rad zu fahren und andere zum Radeln und zur Teilnahme an dem Wettbewerb zu ermuntern.
Die Bewerbung als Stadtradelstar und damit der Verzicht aufs Auto war für mich nicht wirklich eine Umstellung. Meine Arbeitsstelle liegt aber auch wohnortnah in der Altstadt.
Das war bei der zweiten Ansbacher Stadtradelstar-Kandidatin Sabine Stein-Hoberg mit ihrer Arbeitsstelle in Feuchtwangen anders.
Blogeinträge dazu haben wir auch geschrieben:
https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=2520&sr_city_id=7444

"Können Sie konkrete Effekte der Aktion beobachten oder vermuten?"

4) Das Stadtradeln bekommt als Wettbewerb in den drei Wochen eine ganz eigene Dynamik. Es kommen immer mehr Menschen dazu, was ja auch bis zum letzten Wettbewerbstag möglich ist. Und einerseits werden zwar hauptsächlich Alltagskilometer dokumentiert, aber man will dann doch noch einen Platz im Team-Ranking oder in der Kommune nach oben rutschen und fährt z. B. am Wochenende mit dem Rad statt mit dem Auto zum Altmühlsee oder nimmt auch mal eine Fahrt mit Regenrisiko in Kauf. Man fängt an, sich Gedanken zu machen und tauscht sich auch mit anderen darüber aus.
Wichtig ist außerdem die mit der Stadtradel-App und -Homepage verbundene RADar-Funktion, über die unkompliziert Missstände an die Stadtverwaltung gemeldet werden können.
https://www.radar-online.net/home
Meine Anregung dazu wäre, diesen Teil der App grundsätzlich ganzjährig anzubieten, weil einem oft unterwegs ein Defizit im Verkehrsnetz, ein vergessenes Verkehrszeichen oder ein Schlagloch auffällt, das man damit kurz fotografieren und melden kann. Man kann damit auch lobende Bemerkungen machen.

"Kann dadurch der Radverkehr nach Ihrer Einschätzung gefördert werden?"

5) Was die Motivation der Bürger*innen angeht, mehr mit dem Fahrrad auszuprobieren, ist das Stadtradeln schon sehr hilfreich. Wenn man für den Wettbewerb drei Wochen lang 5, 10 oder 20 km zur Arbeit bzw. Schule gefahren ist, dann weiß man, dass das kaum mehr Zeit als mit dem Auto oder Bus braucht und stellt fest, dass mit der gewonnen Kondition auch die Steigungen hier ihren Schrecken verlieren.
Damit das zu langfristigen Verhaltensänderungen führt, muss aber die Verkehrsinfrastruktur passen und es auch ganzjährig ein angenehmer Weg sein.
Die RADar-Meldungen können den Radverkehr ebenfalls verbessern, aber natürlich nur, wenn sie zeitnah bearbeitet werden und die Stadt entsprechend Personal und Mittel für Verbesserungen zur Verfügung stellt. Da gibt es in Ansbach einige Defizite. Aus meiner Sicht sind Umweltamt und Stadtplanung da guten Willens, aber Stadtratsmehrheit und Stadtspitze haben bei der Mittelvergabe und Dringlichkeit oft Prioritäten, die der nichtmotorisierten Mobilität im Weg stehen. Und an vielen Stellen ist ja auch das Staatliche Bauamt zuständig, das offensichtlich mehr Augenmerk auf den überörtlichen motorisierten Verkehr legt.
Über die Behebung von Missständen hinaus wäre es deshalb am wichtigsten, die Vorgehensweise bei der Planung des Verkehrs zu ändern. Zuerst müssen optimale Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden, und erst dann sollten die verbleibenden Flächen und Ressourcen für den motorisierten Verkehr optimiert werden. Im Moment macht man es andersherum, und heraus kommen nur 1 m breite Bordsteinabsenkungen an Ampeln für in beide Richtungen befahrene Rad- und Fußwege oder 50 cm breite Fußwege an viel befahrenen Straßen. Wenn überhaupt Fußwege da sind, die in Ansbach oft einfach weg gelassen wurden.

"Inwiefern (und von wem) könnte die Aktion aus Ihrer Sicht noch besser unterstützt werden?"

6) Ich habe den Wettbewerb so verstanden, dass er sich primär an die Mandatsträger richtet, die dann die Bevölkerung motivieren und mobilisieren sollen.

  • Beim Anteil der Mandatsträger ist Ansbach mit 16 von 41 dieses Jahr gar nicht schlecht, es könnten aber natürlich noch mehr mitmachen, auch der Oberbürgermeister und der Landrat. Wenn Stadträte der CSU und Freien Wähler sich ebenfalls daran beteiligen und vielleicht sogar als Stadtradelstar antreten würden, hätte das einen Signalcharakter, der auch bei ihren Wählerschichten zum Umdenken führen könnte.
  • Die Entscheidungen im Stadtrat zum Radverkehr würden dann aufgrund eigener Erfahrungen gefällt und vielleicht öfter im Sinne der Alltagsradler*innen ausfallen.
  • Für die Mitglieder der öffentlichen Verwaltung, insbesondere der Bauämter, könnte man sich Sonderpreise fürs Alltagsradeln überlegen, damit sie sich beteiligen und ebenfalls die Perspektive der Radelnden besser verstehen.
  • In der örtlichen Presse wurde über die Aktion bisher gut berichtet. Da sich aber inzwischen viele Menschen nur über soziale Medien informieren, wäre da eine bessere Präsenz oder sogar Werbung hilfreich.

  • Zusammengefasst kann man sagen, dass Stadtradeln Spaß macht und über mehr und besseren Radverkehr zum Klimaschutz beitragen kann. Allerdings muss die Stadt auch entsprechend offen sein und sich gegebenenfalls Hilfe von Organisationen wie der AGfK holen, um über die drei Wochen hinaus Veränderungen anzustoßen.
    https://agfk-bayern.de/

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    Letzte Woche Stadtradeln und dritte Wochenend-Radtour

    Image Ecrit le 05.07.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Irgendwie sind die drei Wochen Stadtradeln immer schnell vorbei. Fahrten zur Arbeit, zur Kita, zum Einkaufen.
    Für keine dieser Fahrten hätte ich ein Auto gebraucht. Verhält man sich durch das Stadtradeln anderns?
    Das Ranking im Team und der Wettbewerb zwischen den Teams bietet einen Anreiz, beim Freizeitverhalten eher das Fahrrad einzusetzen. Nach Leutershausen ins Altmühlbad wären wir auch so gefahren. Aber nach Neuendettelsau zum Eisessen? Abendessen in der Pizzeria in Leutershausen? Eher nicht, da gibt es in Ansbach Alternativen, die man mit weniger Fahrradkilometer erreichen kann.

    Einen gekauften Artikel in Merkendorf abholen? Zum Baden nach Obernzenn? An den Altmühlsee? Da wäre ich vielleicht mit dem Auto gefahren, vor allem, wenn gerade Regenwolken aufziehen.

    Das Stadtradeln bringt einen also zum Nachdenken über sein Mobilitätsverhalten. Und setzt einen Anreiz, mehr zu radeln. Wirklich prima.
    Weiterer Erkenntnisgewinn: Der Trainingseffekt in den drei Wochen ist enorm.
    Am Anfang waren 40 km noch eine Belastung für Oberschenkel, Handgelenke und Hintern, und die Durchschnittsgeschwindigkeit über 20 km/Stunde bemerkenswert. Am zweiten Wochenende rollten die 115 km der Wochenendtour schon relativ locker unter den Tretlagern durch. Auch weil das Radeln in der Gruppe Spaß macht.

    Und gestern bei der dritten "großen" Tour waren es schon 162 km, mit ca. 25 km/h als Reisegeschwindigkeit.
    Neben den 7 Stunden für die Fahrt über Spalt, Weißenburg, Graben, Gunzenhausen zum Badestrand bei Ornbau und der Rückfahrt über Leutershausen und Obersulzbach blieb dabei noch Zeit für die Besichtigung von Römertherme und Kastel Biriciana, Baden und Eisessen. Ein gelungener Tag.

    Aber jetzt noch mal in den Sattel, schließlich gibt es heute Abend noch ein Abschlusstreffen im Gasthaus Wäger in Schmalenbach. Und das könnte man ja noch zu einer Rundfahrt ausdehnen...

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    Experiment "Stadttadeln-Star" dritte und letzte Woche

    Ecrit le 04.07.2020 de Sabine Stein-Hoberg
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Start in die letzte Woche...So langsam ist das Radfahren Routine – ich denke schon fast nicht mehr darüber nach, dass ich ein Ziel mit dem Fahrrad erreichen muss. Außerdem bringt auch der kurze Zeitraum des Stadtradelns tatsächlich größere Kondition, das Radfahren fällt inzwischen leichter. Ich bin dennoch sehr froh über mein stabiles und dennoch leichtes Reiserad, dem mit seinen Ballonreifen weder Kopfsteinpflaster mit 20kg Einkäufen in der Packtasche noch Schlaglöcher etwas anhaben können….

    Am Dienstag erneut zur Arbeit mit dem Rad zum Bahnhof, mit der S-Bahn nach Dombühl und dann wieder entlang des Fernradwegs „Romantische Straße“ nach Feuchtwangen. Gerade das letzte Stück vor Feuchtwangen hat es mir angetan – leicht erhöht unterhalb der Frankenhöhe mit Blick über Wiesen und Weiher im Sulzachtal – sehr schön! Zurück nach Ansbach nachmittags über einen Umweg, weil mir der Weg entlang der Staatsstraße in der vergangenen Woche trotz gut ausgebauter Radwege so gar nicht gefallen hat. Diesmal also entlang der Sulzach nach Norden, über Vehlberg nach Kloster Sulz, wunderbar ausgeschildert als Fernradweg, landschaftlich sehr reizvoll und gut zu fahren. In Kloster Sulz nach Osten abgebogen Richtung Leutershausen. Trotz Landstraße ohne Radweg angenehm zu fahren. Die Höhenmeter entlang der direkten Strecke nach Ansbach konnte ich so sparen, entlang der Bahnlinie gibt es recht wenige Steigungen. Von Leutershausen nach Ansbach fehlt definitv (noch) der Radweg – es macht keinen Spaß, ständig von den Mindestabstand nicht einhaltenden Pkw überholt zu werden. Für die 42km habe ich 2h11m gebraucht – morgens mit den unterschiedlichen Verkehrsmitteln auch an die 2h. Ein zeitlicher Luxus, der sich aber ein wenig angefühlt hat wie Urlaub...Werde ich wiederholen, aber dauerhaft ist das zeitlich unrealistisch. Das mit dem Busfahren nach Feuchtwangen kann ich mir dagegen vorstellen – nicht jedes Mal, aber häufiger.

    Das Auto habe ich in diesen drei Wochen als „Stadtradeln-Star“ nicht einmal vermisst, noch nicht einmal bei Regen. Zugegeben, mein Mann hat am Wochenende auch mal Einkäufe mit dem Auto erledigt, vor allem die Getränkekisten ausgetauscht, aber wie ich schon geschrieben habe – mit guter Planung ging der Einkauf unter der Woche unproblematisch mit dem Fahrrad. Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, mein Auto abzuschaffen – bis auf manchmal kurzfristig notwendige Arzt- oder Tierarztbesuche und die doch zeitintensivere Anfahrt zur Arbeit nach Feuchtwangen – bin ich nicht wirklich darauf angewiesen... Dann aber vielleicht doch stattdessen ein Lastenfahrrad...

    Das Experiment hat mir also tatsächlich gezeigt, dass es ohne Auto geht – leichter, als ich dachte. Und ein bisschen stolz bin ich auch...;-) – für meine Gesundheit und das Klima war das schon ein kleiner Beitrag....!

    Es wäre schön, wenn sich im nächsten Jahr noch mehr Teilnehmer*innen zur Teilnahme entschließen könnten!

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    Zweite Wochenend-Radtour: Biberttal, Cadolzburg, Aurachtal, Frankenhöhe, Obernzenner See

    Image Ecrit le 30.06.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Bei verhangenem Himmel machten wir uns auf den Weg in Biberttal. Der Radweg hinab führt über Wirtschaftswege, alte Trassenabschnitte und eine alten Bahndamm.
    Ab Ammerndorf wurde das besser: Ein Radweg, der als solcher gebaut wurde, gut ausgebaut und ausgeschildert. In Cadolzburg stiegen wir auf den Aussichtsturm und besichtigten den sehr kulinarischen Burggarten.

    Aus Ansbacher Sicht kam man sich dann auf der Weiterfahrt über Seukendorf vor wie in einer anderen Welt: Ein richtig breiter, straßenbegleitender Radweg mit Bordsteinabsenkungen auf der ganzen Breite, grüner Welle mit dem Autoverkehr, Vorfahrt an den Einmündungen und sogar am Kreisverkehr. Beispielhaft!

    Wir überquerten die Zenn, folgten Fembach und Erlach auf die Höhe und wechselten ins Aurachtal. Nach einem Fotostop an der Mühle in Kotzenaurach konnte wir live beobachten, wo das Wasser herkommt und mussten uns kurz unterstellen. Dafür schien dann ab der Aurachquelle die Sonne, und wir fuhren am Rand der Frankenhöhe nach Obernzenn zum Baden.

    Danach ein Anstieg entlang der Muna-Siedlung um ins Rezattal zurückzukehren und den Weg zur Rezatquelle zu begutachten. Rezatabwärts gings dann flugs nach Ansbach.

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    Alltagsradeln 2. Woche

    Image Ecrit le 30.06.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Eigentlich bin ich fast immer mit Rucksack unterwegs. Wenn das bei Spontaneinkäufen nicht der Fall ist, ist Kreativität gefragt. Für Pflanzen ist der Rucksack sowiso nicht so geeignet, aber ein paar Töpfchen passen in den Flaschenhalter und auf den Gepäckträger.
    Foto 1: Die Firma Güth ist meines Wissens die letzte Gärtnerei mit eigener Pflanzenaufzucht in Ansbach. Eingepackt wird in alte Zeitungen statt Plastik, Setzlinge gibt es ohne Plastiktopf und wo Plastiktöpfe nötig sind, werden sie zurückgenommen und wiederverwendet. Prima!

    Mit einem doppelten Satz Expander ist man ziemlich flexibel bei der Befestigung von Kisten etc. auf dem Gepäckträger (Foto 2). Beim dm-Markt gibt es viele nachhaltige Produkte. Beim Recycling-Toilettenpapier fragt man sich aber, warum das nicht in Papier eingepackt wird. Bei vielen Produkten könnte es größere Gebinde oder Abfüllstationen geben.
    Gut das bald ein Unverpackt-Laden in Ansbach aufmacht: http://www.ansbach-unverpackt.de/

    Foto 3: Bei einer Fahrt durch Katterbach nach Ansbach ein besonders schlechtes Beispiel für Radwegführung: Auf halbem Weg zwischen den Kasernenzäunen endet der Weg. Das Warnschild ist eingeknickt, offensichtlich konnte auch schon mal jemand nicht rechtzeitig anhalten....

    Am Hohenzollernring gibt es einen Radweg. Er wurde aber nicht straßenparallel angelegt, sondern schwingt sich über den Hang und man flitzt an der Schalkhäuser Straße auf die Ampel zu. Die gibt Radfahrer*innen und rechtsabbiegenden Autos gleichzeitig grün (Foto 4).
    Nicht alle rechnen hier mit schnellen Radlern, und letzte Woche gab es schon wieder einen Unfall mit einem radelnden Kind.
    Diese Radfurten müssen unbedingt mit roter Farbe markiert werden!

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    Experiment "Stadtradeln-Star" - zweite Woche

    Ecrit le 28.06.2020 de Sabine Stein-Hoberg
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Start in die neue Woche...Am Montag zur Arbeit mit dem Rad zum Bahnhof, mit der S-Bahn nach Dombühl und dann entlang des Fernradwegs „Romantische Straße“ nach Feuchtwangen, sehr idyllisch entlang der stillgelegten Bahnlinie, die hoffentlich in naher Zukunft wieder reaktiviert wird. Gut ausgeschildert und prima zu fahren! Zurück nach Ansbach nachmittags entlang der Staatsstraße – gut ausgebaute Radwege, aber relativ langweilig und von Weinberg über Aurach nach Ansbach nicht wirklich schön. In Weinberg zudem irreführende Ausschilderung des Radwegs nach Ansbach – anscheinend verdreht aufgrund einer Baustelle….Nach kurzem Umweg zurück auf der Strecke – aber es muss eine schönere und nicht unbedingt weitere Alternative geben. Insgesamt also 46 km Arbeitsweg – ich habe Hochachtung vor all den fleißigen Stadtradeln-Radler*innen, die diese Distanzen locker täglich überwinden…! Meine Muskeln habe ich schon gemerkt, als ich abends noch einmal zur Fraktionssitzung nach Ansbach fahren musste…

    Am Dienstagabend dann zum Pilates nach Rügland mit dem Fahrrad. Das hat mich zugegeben angesichts der bekannten hügeligen Strecke schon etwas Überwindung und gute zeitliche Planung gekostet, aber in der Abendsonne habe ich auch diese Tour mit einem kurzen Abstecher zum Sonnensee sehr genossen!

    Ansonsten blieb mir nichts anderes übrig, als auch die sonstigen anfallenden kleineren Touren in die Stadt zum Einkaufen etc., zur Physiotherapie nach Strüth, mal eben mit dem Rad zu bewältigen – und, inzwischen ganz gut im Training, kostet mich dies auch nicht mehr soviel Überwindung. Für größere Einkäufe, auch samstags auf dem Markt, muss ich mir aber noch eine Lösung überlegen. Meine Packtasche hat kein ausreichendes Volumen. Vielleicht doch noch einmal über ein Lastenfahrrad nachdenken oder einen Anhänger? Ersteres ist mir ein wenig sympathischer.

    Und schon ist die zweite autofreie Woche mit kürzeren Fahrten am Wochenende vorüber. Morgen geht‘s in die letzte Woche. Ich bin gespannt, wie ich die Autofrage am Ende dieser Woche beurteilen werde...

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    Experiment "Stadtradeln-Star" - erste Woche

    Ecrit le 21.06.2020 de Sabine Stein-Hoberg
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Start als „Stadtradeln-Star“ also am Montag dieser Woche, bei Regenwetter…:-(

    Am Dienstag bin ich dann zwar mit dem Rad zur Inselwiese in die Stadt gefahren, aber von dort mit dem Bus nach Feuchtwangen und zurück. (An der Inselwiese gibt es überdachte Fahrradständer - sehr schön, davon brauchen wir viel mehr!) Insgesamt geht das erstaunlich gut – der Zeitverlust gegenüber der Fahrt von zu Hause mit dem Auto (30 Minuten) ist nicht klein: mit Sicherheitspuffer von 5 Minuten fahre ich in Ansbach 15 Minuten Rad, anschließend 40 Minuten Bus. Kann ich aber gut verkraften…für das Klima! Ein bisschen schade ist, dass die Buslinien auf dem Rückweg nach Ansbach nur bis zum Bahnhof fahren - entweder wartet man dann auf den Anschlussbus zum Schlossplatz/Inselwiese oder - wie ich es getan habe - man läuft den Rest...

    Das Wetter zu Beginn der Woche hat mir aber gezeigt, dass ich auch ruhig häufiger bei Regen mit dem Rad fahren kann, so schlimm ist das wirklich nicht...Kostet eben Überwindung. An die Grenzen meiner Packtasche kam ich bei den Einkäufen...Insgesamt hat der Komplettverzicht auf das Auto aber dazu geführt, dass ich noch besser plane, was wir brauchen – und letztlich führt das zu einem Zeitgewinn.

    Gestern, am Samstag, war ich dann bei der kürzeren Radtour vom „Team Sonnenblume“ dabei – schöne Tour über die Alternativroute zum Fränkischen Karpfen-Radweg nach Leutershausen...Ich bin wegen der Antirassismus-Demo in Ansbach dann aber vorzeitig umgekehrt.

    Und heute hatte ich das Fahrrad schließlich im Zug nach Würzburg dabei, um auf dem Rückweg von Oberdachstetten aus mit dem Rad heimfahren zu können.

    Morgen werde ich auf dem Weg zur Arbeit die Kombination S-Bahn/Rad ausprobieren...Bin gespannt!

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    Erste Wochenend-Radtour: Hesselberg, Limeseum, Wörnitztal, Leutershausen

    Image Ecrit le 21.06.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Das Team Sonnenblume bietet am Wochenende gemeinsame Radtouren an. Möglichst mehrere Varianten zum gleichen Ziel, meist zu einer Bademöglichkeit.

    Diesmal ging es zum Flußschwimmbad in Leutershausen. Eine lange Tour um den Hesselberg herum, mit Mittagsstop im Limeseum und Teilnahme an einer Anti-Rasissmus-Kundgebung in Dinkelsbühl. Dann weiter das Wörnitztal hinauf mit Zwischenziel Eisdiele in Schillingsfürst. Dort befand sich aber, von weitem sichtbar, ein recht stationäres lokales Regengebiet. Da wir auf der Strecke schon zweimal Bekanntschaft mit diesem Wetterphänomen gemacht hatten, bogen wir, fast rechtzeitig, über Dombühl östlich nach Leutershausen ab.

    Dort war zwischenzeitlich die Gruppe der kürzeren Tour nach einem Besuch bei den Alpakas in Neudorf trocken angekommen, hatte sich ausgetobt und fuhr früher als geplant wieder zurück nach Ansbach.

    Das Flussschwimmbad machte mangels weiterer Badendegäste vor 18 Uhr statt um 19 Uhr zu, so dass wir verschwitzt und nassgeregnet vor verschlossenen Toren standen. Inzwischen eher auf Pizza als auf Eins aus, machten wir eine Abendessenpause in der Leutershausener Pizzeria. Über Lehrberg und das Rezattal zurück wärmte uns dann die Abendsonne.

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    "Stadtradeln-Star" - auf den letzten Drücker...:-)

    Ecrit le 21.06.2020 de Sabine Stein-Hoberg
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Hallo,

    ich bin Sabine Stein-Hoberg, seit 01.05.2020 neues Mitglied der grünen Fraktion im Ansbacher Stadtrat.

    Warum ich in diesem Jahr als Stadtradeln-Star am Stadtradeln teilnehmen möchte?

    Ich fahre ohnehin viele Wege mit dem Rad – auch mangels guter ÖPNV-Anbindung meines Ortsteils, vor allem aber, weil es gesund ist, Spaß macht und gut für das Klima ist!

    Auf das Auto bin ich bisher nur aufgrund meiner Berufstätigkeit in Feuchtwangen – ca. 28km entfernt und mit ÖPNV (Bus) aufgrund Umsteigens nur mit großen Zeitverlusten erreichbar – angewiesen. Und natürlich auch, um die Kinder zu ihren Terminen bzw. schlecht erreichbar wohnenden Freund*innen zu fahren. Die müssen dann nun in den kommenden drei Wochen auch (noch) mehr Fahrrad fahren…;-)

    Zudem bin ich der Überzeugung, dass gerade wir Kommunalpolitiker*innen mit gutem Beispiel vorangehen müssen – um die CO2-Ziele noch erreichen zu können, müssen noch viel mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Außerdem hoffe ich, dass ich meine Erfahrungen mit Radwegeanschlüssen, dem ÖPNV, dem Zustand von Radwegen und der Sicherheit für Radler während dieser drei intensiven Wochen anschließend noch besser in unsere grüne Arbeit für eine Radlerfreundlichere Infrastruktur im Stadtrat einbringen kann.

    Ich freue mich auf die Herausforderung!

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    Trailerstangentest

    Image Ecrit le 21.06.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Mit etwas Justieren lässt sich mit der neuen, gebrauchten Trailerstange der Höhenunterschied zwischen einem 28"-Herrenrad und einem Pucky-Rad überwinden, ohne dass es am Gepäckträger streift oder wackelt.

    Nach dem Test auf dem Verkehrsübungsplatz gab' s eine Probefahrt zum Eisladen in der Altstadt. Und am nächsten Tag einen Rückspiegel, damit ich den Nachwuchs im Auge behalten kann...

    Schön, dass man jetzt mit dem Fahrrad in die Altstadt hineinfahren darf. Noch besser wäre es, wenn nicht nur der Karpfenweg, sondern auch die anderen touristischen Radrouten den sinnvollsten Weg durch die Altstadt nehmen würden.
    Und wenn ebenso alle innerstädtischen Radrouten endlich mal festgelegt und ausgeschildert würden.

    Wie das eine Woche ohne Auto war?
    Ohne Stadtradeln wäre ich vielleicht nicht mit Kind und Regenprognose per Rad nach Merkendorf gefahren. Ansonsten war der Weg zur Arbeit, zur Kita und zum Einkaufen wie immer.
    Aber man merkt, wie wichtig es ist, einigermaßen zentral zu wohnen und das es besser ist, einen Lebensmitteleinzelhandel um die Ecke als drei Discounter am Ortsrand zu haben.

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    Einkauf mit Hindernissen

    Ecrit le 18.06.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Der Nachwuchs kann inzwischen gut Laufrad fahren und wird bald auf das Fahrrad umsteigen. Da wäre eine Tandemstange ganz nützlich, und die hat sich über eine Kleinanzeige auch gebraucht gefunden. In 90 Minuten in Merkendorf abholen - dass ist mit dem Rad von Ansbach gut zu schaffen.
    Also dem Copilot vom tollen Ritterspielplatz dort erzählt, in den Sulky-Kinderstz gepackt und den offiziellen Radweg eingeschlagen. Der führt größtenteils an der vielbefahrenen B13 entlang, ist laut und an keiner Einmündung hat man Vorfahrt. Aber dafür kommt man ohne große Höhenunterschiede zügig voran.
    Mitten auf der Strecke verweigert das Lager des rechten Pedals immer wieder seinen Dienst, und es ist zu befürchten, dass es demnächst vollständig blockiert. Und ein Fahrradgeschäft liegt nicht auf der Strecke.
    In Leidendorf biegt der Weg von der B13 ins Grüne ab und schlängelt sich durch die Orte - nervig, aber auch OK.
    Am Bahnhof Triesdorf führt der offizielle Weg aber über eine Treppe (Bild) durch die Unterführung :( ! Die Bundesstraße ist wegen der unübersichtlichen Brücke hier keine Alternative. Warum wird der Weg nicht wenigstens weiter südlich durch die Unterführung der Neuseser Straße geführt? Warum baut der Freistaat keine Brücken mit sicherer Radwegführung auf beiden Seiten?

    Die Tandemstange haben wir rechtzeitig abgeholt, der Ritterspielplatz in Merkendorf ist mindestens so schön wie der in Woframs-Eschenbach und die Regenfront hat sich auch noch etwas Zeit gelassen :) .

    Zurück haben wir uns vom Wind über Kleinbreitenbronn und Rutzendorf blasen lassen. Und rechts und links der B13 gibt es noch viele weitere schöne Routen nach Ansbach.

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    Für das "Team Sonnenblume" im Stadtradelstar-Wettbewerb

    Image Ecrit le 08.06.2020 de Bernhard Schmid
    Equipe: Sonnenblume
    Commune: Ansbach

    Die Idee, durch Einsparung von CO2-Emissionen die Erderwärmung aufzuhalten kann nur klappen, wenn Entscheidungsträger und politisch Aktive auch auf kommunaler Ebene mit gutem Beispiel vorangehen.
    Und warum soll man nicht mal 3 Wochen auf das Auto verzichten? Das macht im Sommer ja auch noch Spaß!

    Den Weg zur Arbeit, den Einkauf und den Weg zur Kita lege ich sowieso immer mit dem Fahrrad zurück, egal zu welcher Jahreszeit. Dabei hilft ein großer Fahrradanhänger aus den 1960-er Jahren (siehe Bild), ein Kindercar-Anhänger und ein Sulky-Kindersitz.
    Und für touristische Radtouren ist das abwechslungsreiche, aber nicht zu bergige Mittelfranken sowieso immer verlockend.

    Wenn man in Ansbach und Mittelfranken mit dem Rad unterwegs ist, merkt man aber immer wieder, dass es beim Radverkehr noch Luft nach oben gibt.

  • Es fehlen durchgehende, sichere Radwege an Durchfahrts- und Staatsstraßen.
  • Wo es sie gibt, bekommen Radfahrer und Fußgänger nicht immer mit dem Autoverkehr "grün".
  • An fast allen Ampeln fehlen Aufstellstreifen und zuführende Schutzstreifen.
  • Zu Radwegen umgewidmete Fußwege bremsen einen aus und gefährden Fußgänger.
  • Die Beschilderung lässt oft zu Wünschen übrig.
  • Mehr Tempo-30-Gebiete würde das Radfahren auf der Straße sicherer machen.
  • Abstell- und Anschließmöglichkeiten reichen oft nicht aus, besonders am Bahnhof sollten sie zudem ein trockenes Abstellen und das Wegschließen von Gepäck ermöglichen.
  • Lastenfahrräder und E-Bikes werden bei der Radverkehrsplanung bisher kaum berücksichtigt.
  • Ein Leihsystem mit Fahrrädern und Lastenrädern wäre nicht nur für Gäste attraktiv.
  • "Radschnellweg" scheint noch ein futuristisches Fremdwort zu sein.

  • Es hat sich aber in den letzten Jahren auch Positives getan:
  • Radeln in der Ansbacher Altstadt ist nun möglich.
  • Außerorts wurden einige Kilometer Radweg gebaut.
  • Manche Drückampeln wurden umgestellt.
  • Es wurden zusätzliche Abstellanlagen gebaut.
  • An einigen Stellen wurde die Vorfahrt zugunsten der Radler geändert.

  • Wir Ansbacher Grünen haben dazu einiges beigetragen. Dazu und zu dem was wir noch vorhaben, kann man sich hier informieren:
    https://www.gruene-ansbach.de/vor-ort/ansbach/

    Damit Defizite aufgezeigt und Verbesserungsvorschläge gemacht werden können, sollte die RADar-App von allen Stadtradlern in den drei Wochen intensiv genutzt werden! Noch besser wäre es, man könnten RADar das ganze Jahr über für Meldungen an die Stadtverwaltung nutzen.

    Über weitere Unterstützung für das Team Sonnenblume würden wir uns freuen! Einfach anmelden:
    https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=171&team_preselect=413534

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