Ende gut, alles gut!

Ecrit le 22.05.2019 de Angelika Belz
Equipe: Schleupen
Commune: Moers

Jetzt ist es soweit: Der Stadtradeln-Zeitraum der Stadt Moers, für die ich als hoffnungsvoller "Star" angetreten bin, hat gestern geendet.

Das Ende kam so überraschend wie Weihnachten - wie? Jetzt schon? Das ging aber schnell! Dabei wollte ich doch noch ... oh ... das wars dann wohl.

Die Erfahrungen von Mit-Star Gregor Wesolly kann ich nur bestätigen: Man gewöhnt sich schnell ans tägliche Draußensein. Autos wirken plötzlich furchtbar eng und stickig. Jetzt wieder so weitermachen wie vor der Aktion? Auf keinen Fall!

Außerdem kann ich festhalten:
1. Die Kondition wächst mit. Meine normale Reisegeschwindigkeit ist jetzt ca. 5 km/h höher als noch vor drei Wochen.

2. Auch als überzeugte Dorfbewohnerin mit Arbeitsplatz 28 km weiter in der Stadt und exotischen Hobbies kann man alles mit dem Rad schaffen.
Hilfreich ist gutes Wetter; aber bei schlechtem gehts auch.
Super hilfreich sind verständnisvolle Mitmenschen - an dieser Stelle danke ich meinem Arbeitgeber Schleupen AG für die Duschmöglichkeit nahe am Arbeitsplatz, meinem Sportverein Gleitzeit e. V. für die Erlaubnis, die Ausrüstung vorübergehend in der Vereinsgarage zu lagern, vor allem aber dem Mann meines Lebens für die subtile Motivation, den gelegentlichen Gepäcktransport und die vielen warmen Mahlzeiten an kühlen Abenden!

3. Sehr unterstützend wäre eine bessere Verkehrsinfrastruktur!
Gestern abend hatte ich etwas über zwei Stunden Zeit, um mit dem Rad von Moers nach Dülken-Süd zu kommen, laut Fahrradkarte 40 km, bei einem Schnitt von 25 km/h locker zu schaffen - dachte ich!
Aber nein: Sogenannte "Radwege" (eigentlich müssten sie "Autoentlastungswege" heißen) bremsen Radfahrer unglaublich aus - mit unebenen S-Steinen gepflastert, mit jahrzehntealten Schlaglöchern, von Regen glitschigem Gras und heruntergefallenen Ästen besät, durch Drängelgitter versperrt, wild die Straßenseiten wechselnd, schlecht beschildert, durch Baumwurzeln in Sprungschanzen verwandelt, 90%-Haken schlagend, an Bettelampeln endend, ... ich erspare uns Weiteres und verweise auf meinen Blog-Eintrag "Verkehr(t) 2.0" weiter unten. Jedenfalls kam ich eine halbe Stunde zu spät zur Probe, gefühlt, weil ich alle Naselang wieder von 28 auf 5 oder sogar 0 km/h herunterbremsen musste. Auf der Motorspur wäre ich eine Dreiviertelstunde schneller gewesen.

4. Ich habe in drei Wochen 1,5 kg abgenommen. Jawohl. Ich.
Das war zwar nicht Hauptziel der Aktion, aber ein hochwillkommener Nebeneffekt.

Wie geht es jetzt weiter? Fester Vorsatz:
Im Sommerhalbjahr mindestens drei Mal pro Woche mit dem Rad zur Arbeit fahren. Die Wochenendeinkäufe nach Möglichkeit auch mit dem Rad erledigen. Mit dem Auto seltener, dafür aber rücksichtsvoller fahren - und mich weniger aufregen: Was ist schon ein Bummelant auf der Motorspur gegen 40 km Hoppelradweg?

Danke an die Organisation der Aktion STADTRADELN, danke an alle Mitradelnden fürs Mitmachen, danke an die Sponsoren für die Preise und danke an die Stadt Moers und die Kollegen, die mich zum STAR-Radeln eingeladen und motiviert haben!

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