Warum möchte ich als Stadtradel Star starten?

Ecrit le 18.09.2020 de Manuel Steidel
Equipe: Bündnis 90 Die Grünen Rauenberg
Commune: Rauenberg im Rhein-Neckar-Kreis

Warum ich dieses Jahr als Stadtradel Star teilnehmen möchte? Warum ich freiwillig darauf verzichte, als Stadtradel Star drei Wochen lang in ein Auto zu steigen?

Weil ich es kann und es problemlos geht. Aber die ehrlichere Antwort ist: Weil ich es bisher hätte machen können, aber nicht gemacht habe. Weil man es gewohnt ist, für viele Strecken einfach das Auto zu nehmen.

Ursprünglich, ohne COVID-19, hätte ich beruflich gerne Reisen nach Berlin zur Republica Konferenz und zu diversen Geschäftsterminen im Umkreis von 300km mit der Bahn und Rad unternommen, um für mich selbst herauszufinden, ob meine Berufstätigkeit als IT Berater im Außendienst auch ohne Firmenwagen möglich wäre. Ich hätte damit auch die Radinfrastruktur in anderen Regionen mit unserer vergleichen können. Mein elektrisch angetriebener Firmenwagen wäre dann an die Kolleg:Innen weiterverliehen worden, damit diese für sich die E-Mobilität ausprobieren können. War alles schon organisiert, alles gebucht. Aber alles Essig dank Corona.

Hingegen privat in der Familie haben wir schon viele Fahrten auf das Rad umgestellt, seitdem wir ein E-Lastenrad angeschafft haben, mit dem wir unsere Einkäufe und Touren mit den Kindern erledigen können. Näheres dazu werde ich in einem der kommenden Blogbeiträge beschreiben. Unser Zweitwagen ist jedenfalls schon weiterverliehen, weil wir ihn nicht mehr brauchen.

Spätestens als ich im Frühjahr für mich ein E-Touringrad angeschafft habe, haben sich eigentlich alle Fahrten im Umkreis von 5km - 10km mit dem Auto für mich erledigt. Eigentlich. Manchmal steigt man dann doch in das Auto für Strecken über die Ortsgrenzen, obwohl es nicht nötig oder sinnvoll wäre. Und E-Bike? Ist das nicht etwas nur für die älteren Semester? Finde ich nicht, aber dazu auch mehr in den kommenden Blogbeiträgen.

Während des Stadtradelns möchte ich also für mich und für andere beweisen, dass man in der Region und im täglichen Leben problemlos auf das Auto verzichten kann. Ob und wie mir das gelingen wird, wo die Infrastruktur in Rauenberg noch verbessert werden kann und wo mein innerer Schweinehund währenddessen Urlaub macht, wird man in diesem Blog verfolgen können.

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